Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie

Anästhesie

Kind wird anästhesiert

Mit circa 10.000 Narkosen pro Jahr ist die Kinderanästhesie des Olgahospitals eine der größten Einrichtungen in Deutschland. Anästhesieleistungen werden bei operativen Eingriffen und bei zahlreichen diagnostischen Untersuchungen erbracht. Hier geht es darum, die Belastung für die kleinen Patienten möglichst gering zu halten und die Untersuchungsbedingungen zu optimieren.

In der Regel bekommen Kinder etwa 30 Minuten vor Operationsbeginn ein Beruhigungsmittel als Sirup, Zäpfchen oder Tablette. Auf eine gut sichtbare Vene am Handrücken wird eine örtlich betäubende Salbe (EMLA) aufgetragen, damit das spätere Anlegen einer Infusionskanüle völlig schmerzfrei erfolgen kann.

Die Narkoseeinleitung wird heute meist über sehr schnell wirkende Medikamente durchgeführt, die über eine Venenverweilkanüle verabreicht werden. Während des Eingriffs werden die Kinder ununterbrochen überwacht. Alle lebenswichtigen Parameter haben die Anästhesisten auf Überwachungsmonitoren im Blick. Hierzu zählen beispielsweise die Sauerstoffsättigung im Blut, die Herzfrequenz und der Blutdruck.

Betreuung nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff werden die Patienten durch kompetentes Fachpflegepersonal weiter betreut, bis die Narkosewirkung abgeklungen ist. Bei ambulanten Eingriffen kann sogar oft ein Elternteil bei der Narkoseeinleitung anwesend sein und das Kind nach der OP im Aufwachraum erwarten.

Über besondere Erfahrungen verfügt das Anästhesisten-Team bei Kindern mit schweren, anästhesierelevanten Vorerkrankungen wie

  • Veranlagung zur Malignen Hyperthermie
  • Muskelerkrankungen
  • Mukoviscidose
  • Diabetes mellitus
  • Krebserkrankungen
  • Epilepsie oder
  • Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADH/ADHS).

Narkosen bei Kindern mit sehr seltenen Erkrankungen

Ebenfalls durchgeführt werden Narkosen bei Kindern mit seltenen Erkrankungen wie zum Beispiel dem Freeman-Sheldon-Syndrom, Klippel-Feil-Syndrom, Nager-Syndrom, Pierre-Robin-Syndrom, Cornelia-de-Lange-Syndrom, Tourette-Syndrom, Rett-Syndrom, Pfaundler-Hurler-Syndrom, Franceschetti-Syndrom, Larsen-Syndrom, Goldenhar-Syndrom oder dem Apert-Syndrom.