Engstellen der Aorta (Stenosen)
Verengungen der Aorta, auch als Aortenstenosen oder Aortenisthmusstenosen bezeichnet, sind seltene, aber potenziell schwerwiegende Erkrankungen der Hauptschlagader. Sie führen zu einer Einschränkung des Blutflusses vom Herzen in den Körper und belasten das Herz erheblich. Solche Engstellen entstehen meist durch angeborene Fehlbildungen, wie die klassische Aortenisthmusstenose, können aber auch durch Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) im höheren Alter oder durch entzündliche Erkrankungen der Gefäße, wie etwa die Takayasu-Arteriitis, verursacht werden.
Die Symptome hängen stark von der Schwere der Verengung ab. Häufig treten Bluthochdruck, besonders in den Armen, Schwäche oder Schmerzen in den Beinen bei Belastung, Kurzatmigkeit oder Herzklopfen auf. Bei sehr schweren Engstellen kann es zu Herzinsuffizienz oder Durchblutungsstörungen in den unteren Körperregionen kommen.
Die Diagnose erfolgt meist durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT- oder MR-Angiographie, ergänzt durch Blutdruckmessungen an Armen und Beinen, um Druckdifferenzen zu erkennen. Die Behandlung richtet sich nach Schwere und Symptomen: leichte Verengungen werden überwacht, während ausgeprägte Engstellen häufig interventionell durch Ballonaufdehnung oder Stentimplantation oder chirurgisch korrigiert werden müssen. Ergänzend ist eine kontinuierliche Kontrolle von Blutdruck und Risikofaktoren wichtig, um das Herz langfristig zu entlasten und Komplikationen zu vermeiden.