Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie

Anästhesie

Dokumentation der Anästhesieleistungen im OP
Narkose-Dokumentation

Die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie ist als zentrale Einrichtung zuständig für die anästhesiologische Betreuung der Patienten und Patientinnen aller Kliniken des Katharinenhospitals am Klinikum Stuttgart.

Dabei handelt es sich um folgende Kliniken:

  • Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Klinik Unfallchirurgie und Orthopädie
  • Klinik für Hand-, Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin
  • Urologische Klinik 
  • Neurochirurgische Klinik (mit Kinderneurochirurgie)
  • Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten, Plastische Operationen 
  • Augenklinik
  • Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Pneumologie
  • Klinik für Herz- und Gefäßerkrankungen 
  • Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie
  • Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
  • Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie


Jährlich werden in 25 OP-Sälen über22.000 Anästhesieleistungen von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Standort Katharinenhospital erbracht.

Besonderer Schwerpunkt: Anästhesie und Schlafapnoe

Epidemiologische Studien vermuten, dass 1–4% der Erwachsenen mittleren Alters an einem Schlaf-Apnoe-Syndrom (OSAS) leiden. Das Leitsymptom des OSAS ist das Schnarchen. Für viele Narkosemedikamente konnte eine stärkere Reduktion des oropharyngealen Muskeltonus (Schlundmuskeln) im Vergleich zur diaphragmalen Muskulatur (Zwerchfellmuskel) nachgewiesen werden.

Mögliche Atemwegsobstruktion nach nur geringsten Mengen sedierender Medikamente, eine zu erwartende schwierige Intubation und die hohe gastroösophageale Refluxinzidenz zeigen nur einige Probleme des Anästhesisten bei Schlaf-Apnoe-Patienten auf.

Screening
Da die meisten Schlaf-Apnoe-Patienten nicht diagnostiziert sind, ist es nicht ausreichend, den Patienten lediglich zu fragen, ob ein OSAS besteht. Mittlerweile stehen verschiedene validierte Fragebögen als Screeningmethode zur Identifizierung potentieller OSAS-Patienten zur Verfügung. Wir führen an unserer Klinik ein regelmäßiges Screening beim Prämedikationsgespräch vor einem operativen Eingriff durch.

Narkose
Im Rahmen der oralen Prämedikation sollten sedierende Medikamente mit einem Einfluss auf die oropharyngeale Muskulatur vermieden werden. Wo immer möglich bietet die Regionalanästhesie Vorteile gegenüber der Allgemeinanästhesie. Ist eine Allgemeinanästhesie unvermeidbar, sollte bei der Medikamentenwahl kurzwirksamen Medikamenten mit einer guten Steuerbarkeit der Vorzug gegeben werden, um eine Restwirkung von Anästhetika und/oder Relaxanzien in der frühen postoperativen Phase zu vermeiden. Die Extubation sollte nur am vollständig wachen Patienten erfolgen.

Postoperative Betreuung
In der postoperativen Phase sind Fragen hinsichtlich der Lagerung, der postoperativen Schmerztherapie, der Applikation von Sauerstoff sowie der Überwachung von zentraler Bedeutung. Die postoperative Überwachung ist abhängig von der OSAS-Schwere, einer bestehenden CPAP-Therapie, dem operativen Eingriff, dem Anästhesieverfahren und dem postoperativen Opiatbedarf.

Haben Sie Fragen? Bitte sprechen Sie uns an, wir sind für Sie da.