Sporttherapie Pädiatrie 5 – Bewegungsförderung für an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche
Bewegungsförderung für an Krebs erkrankte Kinder
Die intensive Therapie erfordert häufige Krankenhausaufenthalte und führt dazu, dass Kinder sich deutlich weniger bewegen als vor der Erkrankung. Therapiebedingte Nebenwirkungen wie Schmerzen, Übelkeit und Müdigkeit verstärken die Inaktivität. Trotz der Krebserkrankung ist regelmäßige Bewegung wichtig für die körperliche, psychische und soziale Entwicklung. Sport hilft, die Belastungen der Krankheit besser zu bewältigen, Ängste und Stress zu reduzieren. Zudem stärkt Bewegung Muskeln, das Herz-Kreislaufsystem, das Wohlbefinden und das Selbstvertrauen.
Das Sportteam um Dorothee Rippmann (Physiotherapeutin), Rebecca Kloos (Pflegefachkraft), Nina Schwarze (Sportwissenschaftlerin) und Dominik Gaser (Sportwissenschaftler) bietet auf der Station und in der Tagesklinik ein vielseitiges Sport- und Bewegungsprogramm an. Teilnehmen können alle Kinder und Jugendlichen ab 3 Jahren. Das Training wird individuell an den jeweiligen Gesundheitszustand, die Bedürfnisse und Interessen jedes Kindes oder Jugendlichen angepasst. Darüber hinaus berät das Team zu allen Fragen rund um Sport und Bewegung, gibt individuelle Empfehlungen und erstellt persönlich abgestimmte Trainingspläne für zu Hause.
Ergänzend zu den Sportangeboten vor Ort gibt es ein wöchentliches Online-Gruppentraining für Jugendliche am Montagnachmittag, das von erfahrenen Trainerinnen der SG Stern e.V. geleitet wird. Am Onlinesport teilnehmen können Jugendliche während der Akuttherapie und in der Nachsorge.
Nach Therapieabschluss berät das Team berät bei sportbezogenen Fragen und unterstützt die Rückkehr in Schul- und Vereinssport.
Team Sporttherapie Pädiatrie 5, Olgahospital Stuttgart
Telefon: 0711 278 55573
E-Mail: sporttherapie.p5@klinikum-stuttgart.de
Sport ist keine Option. Sport ist ein Game-Changer!
Sport ist kein Luxus – er ist ein therapeutischer Schlüssel.
In der Onkologie wirkt Bewegung nachweislich positiv auf Körper, Psyche und Heilungsverlauf. Sport hilft, Nebenwirkungen der Therapie zu reduzieren, stärkt Muskeln, Selbstbewusstsein und Lebensmut. Und: Er gibt ein Stück Alltag zurück – Kontrolle, Selbstwirksamkeit, Freude. Trotz klarer wissenschaftlicher Erkenntnisse ist diese Botschaft noch längst nicht überall angekommen. Viel zu oft wird Sport noch als „nettes Extra“ betrachtet – dabei zeigt die Forschung: Bewegung ist Medizin. Nicht umsonst empfiehlt die WHO 150 Minuten „moderate“ körperliche Aktivität pro Woche oder 75 Minuten „anstrengende“ körperliche Aktivität pro Woche.
Einblicke in die Sporttherapie