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Das neue Lungenkrebsscreening

Seit 1. April 2026 übernehmen die Gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten eines Lungenkrebsscreenings für starke Raucherinnen und Raucher. Dadurch soll Lungenkrebs möglichst früh erkannt und dadurch besser behandelt werden.

Warum gibt es das neue Lungenkrebsscreening?

Mit dem neuen Lungenkrebsscreening soll Lungenkrebs früher erkannt und die Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten erhöht werden. Rund 85-90% aller Lungenkrebsfälle sind auf Tabakkonsum zurückzuführen. Lungenkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten. Die Fünfjahres-Überlebensrate liegt bei unter 25%. Etwa 50.000 Menschen pro Jahr sterben allein in Deutschland an Lungenkrebs. „Wird Lungenkrebs im frühen Stadium 1 erkannt und behandelt, liegt die langfristige Überlebensrate bei rund 70%. Wird Lungenkrebs erst im fortgeschrittenen Stadium 4 behandelt, sinkt die 5-Jahres-Überlebensrate auf etwa 5%,“ weiß Prof. Martin Hetzel, Ärztlicher Direktor der Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin im Klinikum Stuttgart.

Wer kann an dem neuen Lungenkrebsscreening teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt am Screening sind gesetzlich Versicherte, die

  • zwischen 50 und 75 Jahre alt sind,
  • aktive oder ehemalige starke Raucherinnen oder Raucher sind,
  • mindestens 25 Jahre lang geraucht haben,
  • mindestens 15 Packungsjahre aufweisen (z.B. 1 Pack./Tag über 15 Jahre),
  • noch rauchen oder vor weniger als 10 Jahren aufgehört haben.

Wie läuft das Lungenkrebsscreening ab?

Das Lungenkrebsscreening anstoßen können die Hausärzte von Betroffenen, aber auch Arbeitsmediziner (Betriebsärzte) und Fachärzte für Innere Medizin. Sie können Raucherinnen und Raucher bei Vorliegen der Kriterien an einen Radiologen überweisen. „Im Screening kommt die Niedrigdosis-Computertomographie zum Einsatz. Die Strahlenbelastung ist dabei mit etwa 1 mSv so gering, dass sie lediglich der natürlichen Strahlung eines halben Jahres in Deutschland entspricht“, erklärt Prof. Daniel Kütting, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Klinikum Stuttgart.

Jede auffällige Untersuchung wird von zwei Radiologen (sogenannter Erst- und Zweitbefunder) unabhängig voneinander begutachtet, unterstützt durch modernste Künstliche Intelligenz. Im Klinikum Stuttgart können Patienten Erst- und Zweitbefundung aus einer Hand erhalten. Haben beide Radiologen den Verdacht auf eine bösartige Veränderung, erfolgt eine weitere Abklärung. Im Robert Mayr Lungenzentrum im Klinikum Stuttgart garantiert die Zertifizierung als Spitzenzentrum eine Behandlungsqualität auf höchstem Niveau. Spezialisten aus Radiologie, Pneumologie, Thoraxchirurgie und Onkologie arbeiten eng verzahnt zusammen, um für jeden Befund die sicherste und modernste Therapie zu gewährleisten.

Terminvereinbarung

Beratung zum Lungenkrebsscreening zum Erhalt einer Überweisung an einen Radiologen:

MVZ Pneumologie - Terminmanagment
Telefon: 0711 278-74939
E-Mail: lungenambulanz@klinikum-Stuttgart.de

Sie haben bereits eine Überweisung zum Lungenkrebsscreening und benötigen einen CT-Termin:

Terminvereinbarung Radiologie