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Ihr PJ am Zentrum für Seelische Gesundheit

Das Praktische Jahr ist ein entscheidender Abschnitt der medizinischen Ausbildung. Am Zentrum für Seelische Gesundheit in Stuttgart bieten wir Studierenden die Möglichkeit, die Vielfalt der modernen Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatischen Medizin praxisnah kennenzulernen. 

Während Ihres PJ bei uns arbeiten Sie eng mit unserem multiprofessionellen Team zusammen und werden aktiv in die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten eingebunden. Ziel ist es, Ihnen einen fundierten Einblick in diagnostische und therapeutische Prozesse zu vermitteln und das vielfältige Feld der Psychiatrie und Psychosomatik über ein umfangreiches, begleitendes Lehrcurriculum kennenzulernen.

Weitere Informationen und Benefits zum Praktischen Jahr am Klinikum Stuttgart

Lehrcurriculum Zentrum für Seelische Gesundheit

Lernziele

  • Diagnostik und Differenzialdiagnostik häufiger allgemeinpsychiatrischer Krankheitsbilder (z. B. Schizophrenie, affektive Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Angst- und Zwangserkrankungen)
  • Erhebung psychiatrische Anamnese und psychopathologischer Befund
  • Kenntnisse psychiatrischer Therapieverfahren orientiert am bio-psycho-sozialen Modell
  • Behandlungsstrukturen in Akutpsychiatrie, offenen Stationen, Tagesklinik, PIA, StäB und Sozialpsychiatrie
  • Psychiatrische Notfälle (z. B. Suizidalität, Erregungszustände)
  • Juristische Rahmenbedingungen (z. B. PsychKHG, Betreuungsgesetz, Unterbringung, Fixierung)

Inhalte

  • Teilnahme an Visiten, Aufnahmegesprächen, Fall- und Teambesprechungen
  • Psychiatrische Anamneseerhebung und Dokumentation
  • Psychiatrische Notfallbehandlungen
  • Erhebung und Dokumentation des psychopathologischen Befundes
  • Kennenlernen und Anwenden psychiatrischer Diagnostik (ICD-10/11)
  • Psychopharmakologische Therapie, Indikationen und UAW
  • Teilnahme an psychoedukativen Gruppen

Lehrthemen (täglich, jeder 6. Termin)

  1. Psychiatrische Anamnese und psychopathologischer Befund
  2. Abriss historischer Überblick über die Entwicklung der Psychiatrie
  3. Affektive Störungen: Unipolare Depression, Manie, bipolare Störungen
  4. Schizophrene Störungen: Symptome, Subtypen, Verlauf, Behandlung
  5. Angst- und Zwangsstörungen: Diagnostik und Therapieansätze
  6. Persönlichkeitsstörungen: Diagnostik und therapeutische Grundprinzipien
  7. Suizidalität: Erkennen, Modelle, psychische Erkrankung, Gesprächsführung
  8. Akutpsychiatrie: Eigen- und Fremdgefährdung, Zwangsmaßnahmen, Unterbringung
  9. Psychopharmakologie: Antidepressiva, Antipsychotika, Phasenprophylaxe
  10. Elektrokrampftherapie (EKT)
  11. Rechtliche Grundlagen: PsychKHG, Betreuung, Einwilligungsfähigkeit
  12. Interdisziplinäre Zusammenarbeit (z. B. Somatik, Sozialdienst, Betreuungsrecht)
  13. Umgang mit schwierigen Situationen, Gesprächsführung, aggressives Verhalten, Deeskalation

Lernziele

  • Herausforderungen des Alterns, Persönlichkeitsentwicklung und psychologische Motivations- und Kompensationsstrategien, Altersstereotypen und Ageismus erkennen
  • Differenzierung neu auftretender psychischer Störungen im Alter, Abgrenzung organischer und psychoreaktiver Anteile, Abgrenzung neurologischer und somatischer Komorbidität
  • Delir im Alter (Risiko, Ursachendiagnostik, Prävention, Therapie)
  • Besonderheiten psychischer Störungen im Alter, insbesondere Depression, Angst- und Suchterkrankungen hinsichtlich Symptomatik, Verlauf und Therapie
  • Sektorenübergreifende Behandlung chronisch psychisch Kranker im Alterungsprozess im multiprofessionellen Team
  • Differenzierung unterschiedlicher Demenzerkrankungen, Abgrenzung behandelbarer Formen, Demenz spezifischer diagnostischer Prozess und Verlaufsbegleitung, Umgang mit herausfordernden Verhalten
  • Kultursensible Diagnostik und Therapie kognitiver und psychischer Störung im Alter
  • Indikation und Erfolg biologischer, psychopharmakologischer und psychotherapeutischer Therapie
  • Geriatrische und psychiatrische Palliativmedizin, partizipative Entscheidungsfindung

Inhalte

  • Gerontopsychiatrische Gesprächsführung, Kommunikations-Skills, psychiatrische, neurologische und allgemeinmedizinische Befunderhebung und -interpretation
  • Diagnostik und Differentialdiagnostik neurokognitiver Störungen einschließlich Anwendung von Screeningsskalen (MoCa, MMST, CAM), neuroradiologischer und neurophysiologischer Diagnostik
  • Besonderheiten psycho- und allgemein-pharmakologischer  Behandlung im Alter, altersspezifische Nebenwirkungen und Komplikationen, inadäquate Medikation im Alter
  • Eigenständige Fallführung von der Aufnahme bis in die ambulante Versorgung unter enger oberärztlicher Supervision
  • Kultursensible Diagnostik neurokognitiver Störungen, kultursensible Psychotherapie, Psychoedukation
  • Interprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit, Team- und zielorientiertes Vorgehen
  • Individualisierte, transsektorale Behandlung in verschiedenen Settings (StäB, TK, PIA)
  • Notfall-Diagnostik und -Behandlung bei Delir, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Diabetes
  • Angehörigen- und Zielplanungsgespräche, Psychoedukation, ethische Bewertung von Patientenverfügung und Therapieverlauf, aktive geriatrische Palliativbehandlung 
  • Partizipative Entscheidungsfindung, Lebensqualität Orientierung, ethische Bewertung und Umgang mit Todeswunsch und Lebenssattheit, Abgrenzung von Suizidalität

Lehrthemen (täglich, jeder 6. Termin) 

  1. Delir im Alter (Delir Risiko, Screeninginstrumente, Ursachendiagnostik, Therapie, Prävention, Folgen)
  2. Diagnostik und Therapie der Demenzen (multimodales Vorgehen, Bildgebung, Neuropsychologie, therapeutische Optionen und Verlaufsbegleitung)
  3. Fahreignung bei psychiatrischen und kognitiven Störungen
  4. Umgang mit Todeswunsch, Suizidassistenz und Suizidalität im Alter
  5. Psychopharmakologie im Alter, Grundlagen altersadäquater Medikation
  6. Psychotherapie im Alter, Umgang mit Trauer und Verlust
  7. Angehörigen-Führung und Umgang mit Vollmachten, Patientenverfügung und Autonomie- und Fürsorgewünschen, Nahrungsverweigerung
  8. Biologische und Stimulationstherapien im Alter (Lichttherapie, EKT, rTMS) und deren Monitoring (Skalen, Erhaltungsbehandlung)
  9. Resilienz und Bedingungen für ein zufriedenes Altern
  10. Bedeutung von Mobilität und Sport für die Autonomie im Alter sowie für Demenz und Delir-Prävention

Lernziele

  • Diagnostik und Differenzialdiagnostik häufiger suchtmedizinischer und assozierter Krankheitsbilder (riskanter Konsum, schädlicher Gebrauch, Abhängigkeit, somatische und psychische Komorbiditäten)
  • Erhebung suchtmedizinisch psychiatrische Anamnese und spezifischer psychopathologischer Befund
  • Kenntnisse psychotherapeutischer, psychopharmakologischer, sozialtherapeutischer Verfahren orientiert am bio-psycho-sozialen Modell
  • Behandlungsstrukturen und -optionen
  • Haltung und Menschenbild
  • Forschungs- und Projektmöglichkeiten

Inhalte

  • Teilnahme an Visiten, Aufnahmegesprächen, Therapiegesprächen, Supervisionen sowie Fall- und Teambesprechungen
  • Suchtmedizinisch-psychiatrische Anamneseerhebung und Dokumentation
  • Notfallbehandlungen
  • Kennenlernen und Anwenden psychiatrisch-suchtmedizinischer Diagnostik (ICD-10/11)
  • Psychopharmakologische Therapie, Indikationen und UAW
  • Teilnahme an Gruppentherapien
  • Rotation in sämtliche Settings / Sektoren der Behandlung

Lehrthemen (täglich, jeder 6. Termin)

  1. Haltung und Menschenbild
  2. Motivational Interviewing
  3. Basics
  4. Somatische Komorbiditäten
  5. Psychische Komorbiditäten
  6. Psychopharmakologie in der Suchtmedizin
  7. Psychotherapie in der Suchtmedizin
  8. Rehabilitation
  9. Zieloffene Suchtarbeit
  10. Prävention und Frühintervention
  11. Forschung und Best-Practice-Modelle
  12. Zusammenfassung und Wiederholung der wichtigsten Themen

Lernziele

  • Konzepte zur psychischen und sozialen Entwicklung des Kindes und Jugendlichen
  • Meilensteine der Entwicklung konkret benennen können
  • Grundkenntnisse zu typischen psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen (u.a. ADHS, Autismus, Anorexia nervosa) erwerben
  • Konzepte der systemischen Therapie und familientherapeutisches Arbeiten

Inhalte

  • Teilnahme an interprofessionellen Visiten und Besprechung mit Vorstellung von Patienten zu Differenzialdiagnostik und Behandlungsplan
  • Teilnahme an psychiatrischen Explorationen und Familiengesprächen
  • Teilnahme an standardisierter Psychodiagnostik und eigenständige Anwendung einfacher diagnostischer Verfahren unter Supervision
  • Erstellen von Behandlungsplänen in der kinder- und jugendpsychiatrischen Therapie
  • Umsetzen einfacher Expositionen in der Behandlung von Patient:innen z.B. zur Reaktionsverhinderung bei Zwangserkrankungen

Lehrthemen (täglich, jeder 6. Termin)

  1. Entwicklung des Kindes und Jugendlichen (körperlich, psychisch und sozial)
  2. Diagnostische Verfahren in der KJP
  3. Systemische Konzepte und Familientherapie
  4. Säuglings- und Kleinkindpsychiatrie 0 to 3 (Bonding, Bindung, Regulationsstörungen, Interaktionsstörungen, Fütterstörungen)
  5. Ausscheidungsstörungen (Inkontinenz, Enuresis, Enkopresis)
  6. Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  7. Autismus-Spektrum-Störungen
  8. Schulabsentismus: Schulphobie und Schulangst
  9. Störung des Sozialverhaltens
  10. Emotionale Dysregulation, Störungen des Sozialverhaltens, selbstverletzendes Verhalten
  11. Anorexia nervosa im Kindes- und Jugendalter
  12. Kinderschutz und Schutzkonzepte