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Kontrollierte Oberflächenerwärmung mit wassergefiltertem Infrarot A – kurz wIRA
Jederzeit im Blick: Gewebebereich und Gewebetemperatur
In Kombination mit etablierten Therapien zeigen sich vielversprechende Ergebnisse

Oberflächenhyperthermie: Ergänzung bei Bestrahlungs- und Chemotherapien

Die ergänzende Methode der Oberflächenhyperthermie nutzt gezielte Wärme (39 bis 43°C) in örtlich fortgeschrittenen oder wiederkehrenden Tumorbereichen in Hautnähe, um Krebszellen empfindlicher für Chemo- und Strahlentherapie zu machen.

Das lokale Wiederauftreten von Tumorerkrankungen stellt insbesondere bei fehlender Operabilität und bereits erfolgter Bestrahlung eine erhebliche therapeutische Herausforderung dar. Eine erneute lokale Bestrahlung kann unter diesen Voraussetzungen mit zusätzlichen Risiken verbunden sein. Hinzu kommt, dass Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen häufig nur noch eingeschränkt auf etablierte Therapieverfahren ansprechen. Auch bei höherem Lebensalter oder relevanten Vorerkrankungen ist eine intensive systemische Therapie nicht immer möglich oder individuell zumutbar.

In solchen Situationen kann die komplementärmedizinische Anwendung der Oberflächenhyperthermie als unterstützende Zusatzmaßnahme in Betracht gezogen werden. Sie kann dazu beitragen, bestehende therapeutische Konzepte ergänzend zu unterstützen, insbesondere wenn konventionelle Behandlungsoptionen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.
 

Durch die Temperatur erhöht sich die Durchblutung und somit auch die Sauerstoffversorgung des Tumors, was die Wirkung der Therapien verstärkt und die Reparatur von Tumorzellen hemmt. Gleichzeitig werden gesunde Zellen geschont. Im Klinikum Stuttgart kommt die schonende Methode mit wassergefiltertem Infrarotlicht (wIRA) zum Einsatz. Nach der knapp einstündigen Erwärmung des Gewebes auf einer bequemen Liege geht es innerhalb von wenigen Minuten zum vorbereiteten Bestrahlungsgerät.

Durch enge Zusammenarbeit der zuständigen Organkrebszentren, Onkologie, Integrativer Tumormedizin und Strahlentherapie können Hyperthermie und Bestrahlung optimal kombiniert werden – mit dem Ziel, Nebenwirkungen zu reduzieren und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Anmeldung zur Oberflächenhyperthermie unter:

Die Anmeldungen werden über unsere
Interdisziplinäre Tumorambulanz (ITA) koordiniert.

Per Mail: Kontakt
Telefonisch: 0711 278 30456

Ärztliche Ansprechpartnerin

Dr. Julia Gottfried

Dr. Julia Gottfried

E-Mail: j.gottfried@klinikum-stuttgart.de

Oberärztin Stuttgart Cancer Center – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl
Leitung Zentrum für Integrative Tumormedizin: ZeIT

 

Kontakt Integrative Sprechstunde: SCC-IntegrativeSprechstunde@klinikum-stuttgart.de

 

Bitte beachten Sie den Fragebogen zur Integrativen Sprechstunde

Projektansprechpartnerin

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Sofie Mattern

E-Mail: s.mattern@klinikum-stuttgart.de