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Stuttgarter Burckhardt Denkmal: Ein Pionier der Chirurgie

Der Vorsitzende des Bauausschusses des Klinikums Stuttgart, Prof. Christoph Ehrhardt; Klinikumsvorstand Prof. Jan Steffen Jürgensen; die Leitende Oberärztin der Klinik für Allgemeinchirurgie, Dr. Katharina Feilhauer; Klinikumsvorständin Marya Verdel und Prof. Daniel Kütting, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Klinikum Stuttgart, enthüllen das Denkmal (vlnr) (Bild: Klinikum Stuttgart/ Tobias Grosser)

Der Vorsitzende des Bauausschusses des Klinikums Stuttgart, Prof. Christoph Ehrhardt; Klinikumsvorstand Prof. Jan Steffen Jürgensen; die Leitende Oberärztin der Klinik für Allgemeinchirurgie, Dr. Katharina Feilhauer; Klinikumsvorständin Marya Verdel und Prof. Daniel Kütting, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Klinikum Stuttgart, enthüllen das Denkmal (vlnr) (Bild: Klinikum Stuttgart/ Tobias Grosser)

Das Hermann Burckhardt Denkmal am Stuttgarter Hegelplatz, das an den einst im Katharinenhospital des Klinikums Stuttgart tätigen Pionier der Chirurgie erinnert, steht wieder an alter Stelle. Es wurde für sechs Jahre abgebaut, um es während der Neubaumaßnahmen des Katharinenhospitals zu schützen.

Dr. Hermann Burckhardt war eine der prägenden Persönlichkeiten in der Geschichte der Stuttgarter Medizin. Er wurde am 3. Juli 1847 in Stuttgart-Bad Cannstatt geboren. Sein Leben war eng mit seiner Heimatstadt und insbesondere dem Katharinenhospital verbunden, das er über Jahrzehnte hinweg prägte. Als langjähriger Chefarzt der chirurgischen Abteilung des Katharinenhospitals setzte er, zu dieser Zeit außergewöhnlich, seine Gleichstellung mit dem Vorstand der Inneren Medizin durch. Er leistete Pionierarbeit bei der Modernisierung der Chirurgie, etwa indem er eine neue Methode der Ausschälung von Adenomen der Schilddrüse entwickelte.

„Früh erkannte er das Potenzial der von Wilhelm Conrad Röntgen entdeckten und nach ihm benannten Strahlen für die Diagnostik“, erklärt der Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Jan Steffen Jürgensen. Auf Betreiben Burckhardts hin kaufte das Katharinenhospital bei „Carl Schmid königlicher Hoflieferant“ aus Stuttgart 1896 als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland ein „Röntgeninstrumentarium“ und setzte diese bahnbrechende Diagnostik in der Chirurgie des Katharinenhospitals ein.

Burckhardt war ein Verfechter der neuesten hygienischen Standards und setzte sich auch gegen Widerstände erfolgreich für Keimfreiheit im OP ein. Unter seiner Leitung wurde im Jahr 1901 ein modernes, lichtdurchflutetes Operationsgebäude im Katharinenhospital errichtet, das den gestiegenen Anforderungen an Hygiene und Technik gerecht wurde und auch 25 Jahre später „noch den verwöhntesten Ansprüchen“ genügte, wie einer seiner Nachfolger, Prof Dr. Otto Jüngling in der „Festschrift zum hundertjährigen Bestehen des Katharinenhospitals“ 1928 schrieb.

Zu Ehren von Dr. Hermann Burckhardt wurde vier Jahre nach seinem Tod ein Denkmal errichtet und am 11. Oktober 1911 feierlich enthüllt. Es ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zweier namhafter Künstler der damaligen Zeit: Der Entwurf der Anlage stammt von Paul Bonatz, dem Architekten des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Die Bronzestatue wurde von Ludwig Habich geschaffen, der auch den “Hirsch” auf dem Stuttgarter Kunstgebäude entworfen hat.

Der Bauausschuss des Klinikums Stuttgart bei der Einweihung. (Bild: Klinikum Stuttgart/ Tobias Grosser)

Hermann Burckhardt Denkmal am Stuttgarter Hegelplatz, gegenüber des Lindenmuseums (Bild: Klinikum Stuttgart/ Tobias Grosser)