Das Olgahospital des Klinikums Stuttgart, schon heute mit 3.500 Geburten jährlich die mit Abstand größte Geburtsklinik in Stuttgart, hat einen siebten Kreißsaal eröffnet. Damit reagiert das Klinikum Stuttgart auf die seit Jahren hohe Nachfrage und die sich ändernde Krankenhauslandschaft. Maßgeblich unterstützt wurde das Klinikum Stuttgart dabei von der Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V.
Das Klinikum Stuttgart gehört seit Jahren zu den zehn geburtenstärksten Kliniken in Deutschland. Die Zahl der Entbindungen steigt seit Jahren gegen den Trend. Das Perinatalzentrum im Klinikum Stuttgart erfüllt höchste Qualitätskriterien. Es bietet von der unkomplizierten Geburt im hebammengeführten Kreißsaal bis zur Betreuung der Hochrisikoschwangerschaft mit sehr unreifen Frühchen und Mehrlingsgeburten eine optimale Diagnostik, Beratung und Geburtsbegleitung. Geburtshelferinnen, Hebammen und Neonatologen arbeiten Hand in Hand. In den letzten Jahren ist die Zahl der Geburten im Klinikum Stuttgart kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2018 reagierte das Klinikum bereits auf die Schließung erster Geburtskliniken in der Region Stuttgart mit dem Bau eines sechsten Kreißsaals. Am 5. Oktober 2026 wurde nun der siebte Kreißsaal eröffnet.
Seit Anfang der 1990er Jahre hat sich die Zahl der Geburtskliniken in Baden-Württemberg in etwa halbiert. In Stuttgart schloss 2018 die Geburtsklinik Charlottenhaus, 2025 folgte die St. Anna Klinik. Prof. Jan Steffen Jürgensen, Vorstand im Klinikum Stuttgart: „Mit dem neuen Kreißsaal erweitern wir unsere Kapazitäten und reagieren damit auf die gestiegene Nachfrage. Wir sehen in der Krankenhauslandschaft eine immer stärkere Zentrumsbildung. Viele Schwangere entscheiden sich sehr bewusst für die Geburtshilfe im Klinikum Stuttgart, weil sie die Sicherheit in Deutschlands größter Kinderklinik schätzen.“
„Leider ist die Finanzierung der Kindermedizin immer noch mangelhaft,“ so Prof. Jürgensen. „Deshalb ist die Unterstützung durch die Olgäle-Stiftung so wertvoll. Wir brauchen den siebten Kreißsaal, um Kindern in Stuttgart auch nach einer schwierigen Geburt die bestmöglichen Startchancen ins Leben bieten zu können.“
Der neue Kreißsaal bietet zusammen mit den Wehenzimmern und den neu geschaffenen Familienzimmern mehr Raum für die Betreuung von Frauen und ihren Familien vor und nach der Geburt. Die Baukosten für den Umbau beliefen sich auf rund 500.000 Euro. Ermöglicht wurde der Ausbau durch die Unterstützung der Olgäle-Stiftung, die das Projekt mit 150.000 Euro gefördert hat. „Aufgrund der gestiegenen Nachfrage konnten zuletzt rund 300 werdende Mütter aus Platzmangel nicht in der Frauenklinik aufgenommen werden. Dank unserer Spenderinnen und Spender konnte die Olgäle-Stiftung schnell reagieren und den weiteren Kreißsaal mitfinanzieren. Wir unterstützen damit erneut das Olgahospital und seine hervorragende Neugeborenen-Medizin aktiv, um Müttern zu helfen und ihren Babys den besten Start ins Leben zu ermöglichen,“ so die Präsidentin der Olgäle-Stiftung Dr. med. Stefanie Schuster.
Als erstes Kind erblickte die kleine Amira im neuen Kreißsaal das Licht der Welt. Ihre Eltern zeigten sich überglücklich und beeindruckt von den schönen neuen Räumlichkeiten.
Telemedizinisches Angebot für Geburten außerhalb des Klinikums Stuttgart
Das Klinikum Stuttgart hat zuletzt durch den Ausbau telemedizinischer Angebote mit Unterstützung der Eva Mayr-Stihl Stiftung auch die Sicherheit der Geburten in anderen Kliniken ohne angeschlossene Kinderklinik erhöht. Klinikumsvorstand Prof. Jan Steffen Jürgensen erläutert: „Die Geburtskliniken in der Region arbeiten eng zusammen. Bei Bedarf können sich die Neonatologen aus unserem Olgahospital direkt telemedizinisch in die Kreißsäle im Marienhospital oder dem Robert-Bosch Krankenhaus zuschalten und in schwierigen Situationen die dortigen Kreißsaalteams unterstützen. Falls nötig, rückt zusätzlich kurzfristig ein neonatologisches Team ins betroffene Krankenhaus aus, während die telemedizinische Abstimmung weiterläuft.“
Klinikum Stuttgart
Das Klinikum Stuttgart umfasst das Katharinenhospital, das Krankenhaus Bad Cannstatt und Deutschlands größte Kinderklinik, das Olgahospital. Es ist das größte Haus der Maximalversorgung in Baden-Württemberg. 9.500 Mitarbeitende, darunter über 3.000 Pflegekräfte und über 1.200 Ärztinnen und Ärzte, versorgen jährlich rund 90.000 Patienten stationär und mehr als 600.000 ambulant, einschließlich 100.000 Notfällen. Mehr als 65.000 Operationen werden jedes Jahr im Klinikum Stuttgart betreut. Im Rahmen der Gesundheitsreform wurde dem Klinikum Stuttgart vom Land eine koordinierende Rolle für eine Gesundheitsregion mit ca. 2,8 Mio. Einwohnern in Baden-Württemberg übertragen. Das Klinikum Stuttgart hat mit Unterstützung der Eva Mayr-Stihl Stiftung ein breites telemedizinisches Netzwerk mit derzeit 17 Krankenhäusern in Baden-Württemberg aufgebaut. Von der Geburtshilfe über die Pädiatrie bis zur Intensivmedizin können sich die Partnerhäuser schnell und unkompliziert mit Spezialisten im Klinikum abstimmen.
Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V.
Die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V. hat es sich seit 29 Jahren zur Aufgabe gemacht, den Aufenthalt der oft schwerstkranken Kinder und Jugendlichen im Stuttgarter Olgahospital - unabhängig von deren Krankheitsbild - durch eine kindgerechte Atmosphäre angenehmer zu gestalten, die psychosoziale Betreuung der kleinen Patienten und ihrer Eltern zu verbessern, modernste medizinische Geräte anzuschaffen und Fortbildung und Forschung zu fördern.
www.olgaele-stiftung.de sowie auf Facebook und auf Instagram
Stefan Möbius
Pressesprecher
Klinikum Stuttgart
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E-Mail: s.moebius@klinikum-stuttgart.de
Pressekontakt Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V.
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Mobil: 0151-40727900
E-Mail: pressestelle@olgaele-stiftung.de