Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

Brachytherapie im Nachladeverfahren

Die Kontaktbestrahlung mit dem sogenannten Nachladeverfahren in HDR-Technik (HDR-Afterloading-Brachytherapie) kommt an der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Katharinenhospitals bei den unterschiedlichsten Indikationen sowohl nach Operationen als auch in direktem Zusammenhang mit einem chirurgischen Eingriff zur Anwendung. Bei gynäkologischen Tumoren, Kopf-Hals-Tumoren und bösartigen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie des Bronchialsystems können so zum Beispiel Sonden in Tumorareale eingebracht oder an solche direkt herangeführt werden und für eine kurze Zeit mit einer Hochdosis-Quelle beschickt werden.

Dieses aufwändige und die Umgebung des Tumorgeschehens weitgehend schonende Verfahren erfolgt in aller Regel in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen des Klinikums Stuttgart. Besondere Bedeutung hat die HDR-Brachytherapie bei der Behandlung des Prostatakarzinoms erlangt. Hier kommt sie in Kombination mit der Bestrahlung von außen (Perkutanbestrahlung in IMRT- bzw. VMAT-Technik) zum Einsatz.