Klinik für Nuklearmedizin

Radioiodtherapie von gutartigen Schilddrüsenerkrankungen

Ultraschalluntersuchung einer Schilddrüse
Ultraschalluntersuchung einer Schilddrüse

Mit radioaktivem Iod lassen sich gutartige Schilddrüsenerkrankungen behandeln, die mit einer Überfunktion einhergehen (uni-/multifokale Autonomie, disseminierte Autonomie, Morbus Basedow). Das Prinzip beruht auf der natürlichen Aufnahme von Iod in die Schilddrüse, insbesondere in "überaktive Schilddrüsenareale".

Das erkrankte überfunktionierende Schilddrüsengewebe wird nachfolgend "von innen" bestrahlt. Da in der Regel nur das erkrankte Gewebe therapiert und das gesunde Gewebe geschont werden soll, ist unter Umständen eine vorbereitende, medikamentöse Behandlung erforderlich.

Zur Therapievorbereitung muss die erforderliche Radioaktivitätsmenge individuell bestimmt werden. Dies erfolgt an zwei aufeinander folgenden Tagen ambulant. In einem sogenannten Radioiodspeichertest wird eine geringe Radioaktivitätsmenge in Form einer Medikamentenkapsel am 1. Tag verabreicht und die Aufnahme der Substanz in die Schilddrüse am darauffolgenden Tag bestimmt. Die stationäre Aufnahme erfolgt zeitnah.

Zwei bis zehn Tage stationärer Aufenthalt

Die Therapiestation B3 West ist mit modernen 2-Bett-Zimmern ausgestattet, die sich für den Patienten erkennbar nicht von üblichen Patientenzimmern in einem Krankenhaus unterscheiden. Jedes Zimmer besitzt eine eigene Nasszelle mit Dusche und WC, einen Farbfernseher, Radio und einen Telefonanschluss. Ein Aufenthaltsraum mit Balkon steht zur Verfügung. Die eigentliche Therapie besteht in Form einer Medikamentenkapsel, die die zuvor bestimmte Menge an radioaktivem Jod enthält und die einmalig am Aufnahmetag eingenommen wird. Die Dauer des stationären Aufenthaltes (2-10 Tage) richtet sich nach der verabreichten Radioaktivitätsmenge, beträgt jedoch mindestens 48 Stunden. Bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen (M. Basedow oder sehr großer Schilddrüse) kann eine prophylaktische begleitende Kortisonmedikation erforderlich sein.

Ansprechpartnerin für die Radioiodtherapie

Prof. Dr. Gabriele Pöpperl
Telefon: 0711 278-34301
E-Mail:g.poepperl@klinikum-stuttgart.de