Haus A: Zentral-OP und neue Notaufnahme in Planung
Der Rückbau und der Neubau von Haus A läuten die nächste Phase zum vollständigen Neubau des Katharinenhospitals ein. Die Lage des Hauses A mitten im Gelände am Standort Mitte des Klinikums stellt eine große Herausforderung dar. Während der gesamten Bauzeit muss sichergestellt werden, dass der komplette Krankenhausbetrieb in allen umliegenden Gebäuden weiterläuft. Mit der Entrümpelung der Bestandsgebäude Haus A und A/B wurde im Mai 2024 begonnen. Umfangreiche Staub- und Schallschutzmaßnahmen schützen die umliegenden Gebäude. Der oberirdische Rückbau wurde Ende 2025 abgeschlossen. Seit Dezember 2025 läuft der unterirdische Rückbau sowie die Baugrubenerstellung inklusive Spezialtiefbau, sodass der Neubau in der zweiten Jahreshälfte beginnen kann.
Im neuen Gebäude werden gleich mehrere zentrale Einrichtungen des Klinikums untergebracht. Herzstück wird der neue Zentral-OP mit zunächst 17 OP Sälen auf zwei Etagen sein, der im anschließenden Bauabschnitt noch substanziell erweitert wird. Hier wird zukünftig ein großer Teil der 60.000 jährlichen Operationen im Klinikum Stuttgart stattfinden. Im OP-Bereich werden künftig zahlreiche Fachdisziplinen des Klinikums vertreten sein und ein breites Spektrum komplexer Eingriffe durchführen – teilweise unter Einsatz moderner, roboterassistierter Verfahren. Der OP-Bereich wird direkt an die neue Intensivstation im Neubau Haus F angebunden sein.
Ebenso bedeutsam für das Klinikum und auch für die Stuttgarterinnen und Stuttgarter wird die neue Interdisziplinäre Notaufnahme (INA) im Erdgeschoss des neuen Gebäudes sein. Hier werden optimale Voraussetzungen geschaffen, um Notfälle bestmöglich und interdisziplinär versorgen zu können. Die Räumlichkeiten werden so gestaltet, dass Pflege und ärztlicher Dienst auch bei hoher Auslastung den Überblick behalten und die Wege kurz sind.
Neben Bettenstationen und einer Intermediate-Care Station (IMC) wird auch die Urologie mit ihrem Eingriffsbereich und Ambulanz im neuen Haus A ihr Zuhause finden. Eher im Verborgenen tätig ist die neue AEMP (Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte) des Klinikums. Diese für den Klinikbetrieb unerlässliche Einrichtung ist für die Aufbereitung von Medizinprodukten verantwortlich. Sie wird im Untergeschoss des neuen Gebäudes untergebracht. Hier werden moderne, automatisierte und personalschonende Verfahren eingeführt, die ein Höchstmaß an Hygiene gewährleisten und ermöglichen, dass ein Großteil der medizinischen Geräte, im Sinne eines nachhaltigen Klinikbetriebs, wiederverwendet werden können.
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element des Neubaus. Abwärmenutzung, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen auf den Dächern und eine energieeffiziente Gebäudehülle tragen dazu bei, den Energieverbrauch und die Emissionen deutlich zu reduzieren und zugleich ein gutes Raumklima zu schaffen. Weitere Maßnahmen, etwa zur Regenwassernutzung und Begrünung, ergänzen das nachhaltige Gesamtkonzept.
Die Fertigstellung ist für Ende 2029 geplant.
Zahlen und Fakten
- ca. 34.500 qm Brutto Geschossfläche
- ca. 13.500 qm Nutzfläche