Haus F - Das Tor zum neuen Katharinenhospital
Das als Haus F bezeichnete Gebäude an der Kriegsbergstraße im Zentrum der Landeshauptstadt Stuttgart ist seit Anfang 2022 die erste Anlaufstelle für alle Patienten des Katharinenhospitals im Klinikum Stuttgart. Im Neubau befinden sich die radiologischen Kliniken, Teile der Inneren Medizin und Bettenstationen mit etwa 250 Betten. Herzstück ist die große interdisziplinäre Intensivstation mit über 60 Betten und hervorragenden hygienischen Möglichkeiten. Hier verbinden sich internistische, neurologische, anästhesiologische und operative Expertise in einer modernen Einheit. Zudem entstand eine hämato-onkologische Transplantationsstation und eine der größten Endoskopieabteilungen Süddeutschlands. State of the Art ist auch die die gesamte Medizintechnik.
Auch städtebaulich setzt der Neubau architektonische Akzente in zentraler Lage zwischen Stadtgarten, Universität und Lindenmuseum.
Highlights in Haus F
Station F31 - Hämatologische Transplantationsstation
Die Station F31 ist auf die besonderen Bedürfnisse von Patienten ausgerichtet, welche eine Leukämiebehandlung, Stammzelltransplantation oder zelluläre Immuntherapien erhalten. Als Haus der Maximalversorgung mit vor Ort verfügbaren Fachdisziplinen wie Neurologie, Neurochirurgie und der internistischen Intensivmedizin werden im Klinikum Stuttgart alle Patienten nach einer Stammzelltransplantation oder anderen Therapien auch bei Komplikationen optimal versorgt.
Im Raumkonzept der Station wurde neben den modernen medizinischen Anforderungen auch speziell auf räumliche Qualitäten und bauliche Hygiene geachtet. Die gesamte Station verfügt über eine spezielle Luftfilterung, die Krankheitserreger effizient herausfiltert und damit das Infektionsrisiko reduziert. Jedes Zimmer verfügt über Fernseher und kostenlosen Internetzugang. Auf der Station stehen zudem Fahrradergometer zur Verfügung. In den modernen Ein- und Zweibettzimmern sorgen große Fensterfronten mit Tageslicht und Schalldämmung für eine gute Raumqualität. In einem großen, hellen Aufenthaltsraum haben Patienten und Angehörige einen besonders schönen Blick über Stuttgart.
Intensivstation
Das Herzstück von Haus F ist die große neue interdisziplinäre Intensivstation. Auf 1.900 Quadratmetern ist Platz für mindestens 62 Intensivpatienten, verteilt auf 36 Zimmer. Hier verschmelzen die bisherige internistische, operative und neurologische Intensivstation zu einer großen interdisziplinären Einheit. Ein zentraler offener Stützpunkt unterstützt die Teamarbeit. Die Zimmer sind ausreichend groß um gemeinsam pflegerisch und ärztlich am Bett im Team arbeiten zu können. Fenster und Türen zwischen den Zimmern erleichtern den Mitarbeitenden die Versorgung der Patienten. Kleine Lichter, große Fenster und eine helle Gestaltung sorgen für eine angenehme Atmosphäre für Patienten und Personal.
Neueste Medizintechnik
Stark investiert hat das Klinikum Stuttgart auch im Bereich Medizintechnik. Große Fortschritte in der medizinischen Bildgebung kombiniert durch Ansätze künstlicher Intelligenz versprechen in vielen Bereichen eine deutlich präzisere und schnellere Diagnostik. Neu beschafft wurde beispielsweise ein leistungsstarker, 6,5 Tonnen schwerer Magnetresonanztomograf. Zudem entstand ein Hybrid-OP auf neuestem Stand der Technik, der Bildgebung und Operationssaal vereint. Dadurch können zukünftig viele medizinische Eingriffe minimalinvasiv und damit für den Patienten deutlich schonender erfolgen. Das Klinikum Stuttgart kann als eines von wenigen Häusern in Deutschland sowohl die interventionelle Onkologie in allen Facetten als auch modernste gefäßmedizinische Behandlungskonzepte verwirklichen.
Moderne Bettenaufbereitung
Das Klinikum Stuttgart verfügt in seinem Neubau über die modernste, in Deutschland zum Zeitpunkt des Einbaus einmalige Bettenaufbereitungsanlage. Sie entlastet Mitarbeitende, schützt die Umwelt und gewährleistet gleichzeitig noch größere Hygienesicherheit.
Das innovative System nutzt eine thermische Dampfreinigung zur Desinfektion und verbraucht somit deutlich weniger Wasser als konventionelle Bettenwaschanlagen. Zudem kann auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet werden.
Mit der Hilfe von Robotertechnik wird das Bett mit einem Abstand von nur drei Zentimetern gründlich gereinigt, desinfiziert und nahezu vollständig getrocknet. Für die Aufbereitung der Matratzen werden diese im Gerät vom Bett angehoben und separat gereinigt. Dadurch sinkt die körperliche Belastung für die Mitarbeitenden der Bettenaufbereitung erheblich.
Fakten zu Haus F
- Grundfläche: ca. 40.000 qm brutto
- Baubeginn: 2016
- Richtfest: 2018
- Nutzungsaufnahme: Anfang 2022
- Kosten: ca. 160 Mio. €