Focus Gesundheit 2025 Stern Top100 Kliniken 2025

Strukturelle Anforderungen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

mit diesem Qualitätsbericht möchten wir Ihnen einen transparenten und umfassenden Einblick in die Arbeit des Onkologischen Zentrums im Stuttgart Cancer Center (SCC) – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl geben. Unser Ziel ist es, nicht nur über unsere Strukturen und Leistungen zu informieren, sondern auch unser tägliches Engagement für eine bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen sichtbar zu machen.

Im Mittelpunkt steht dabei die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit: Fachärztinnen und Fachärzte, Pflegekräfte, Psychoonkologinnen und Psychoonkologen sowie viele weitere Expertinnen und Experten bringen ihr Wissen und ihre Erfahrung ein, um individuell abgestimmte Therapieansätze zu entwickeln – stets getragen von Empathie und dem Anspruch, jeder Patientin und jedem Patienten die bestmögliche Unterstützung zu bieten.

Der vorliegende Bericht wurde auf Grundlage der Zentrums-Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses gemäß § 136c Absatz 5 SGB V erstellt. Er beleuchtet wesentliche Aspekte wie die strukturellen und qualitativen Anforderungen, unsere Forschungsaktivitäten sowie unsere Fort- und Weiterbildungsangebote.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an unserer Arbeit und hoffen, Ihnen mit diesem Bericht einen informativen Einblick geben zu können.

Prof. Dr. G. Illerhaus
Ärztlicher Direktor des Stuttgart Cancer Center (SCC) – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl

Anzahl Fachärzte im Onkologischen Zentrum 2024

Chirurgie
107
FA Onkologische Zusatzbezeichnung
79
Radiologie
50
Onkologie
23
Pathologie
6

Zertifizierungen und Auszeichnungen

Interdisziplinarität, Qualitätsmanagement, Patientenorientierung, leitlinienkonforme Behandlung und regelmäßige Überprüfung: Das sind die Bausteine, auf denen Krebszentren erwiesenermaßen eine verbesserte Patientenversorgung, Prognose und Sicherung der Lebensqualität leisten können. Die Re-Zertifizierung zeigt auch: Die Zusammenarbeit unserer Fachkräfte ist in Topform, denn ohne den Einsatz jedes Einzelnen wäre dies nicht möglich.

 

Re-zertifizierte Zentren
18
Neu-Zertifizierung
2

Strukturelle Anforderungen an ein Onkologisches Zentrum

Das Stuttgart Cancer Center – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl des Klinikums Stuttgart bündelt bereits 20 zertifizierte Organkrebszentren unter seinem Dach und zählt damit zu den bedeutendsten nicht-universitären Krebszentren in Deutschland.

Robert Mayr Lungenzentrum: Einblick Eröffnungsfeier

In dem interdisziplinär aufgestellten Robert Mayr Lungenzentrum bündeln sich Fachwissen, moderne Technik und eine enge Vernetzung verschiedener medizinischer Disziplinen – von der Pneumologie, der Thoraxchirurgie, über die Onkologie bis zur Strahlentherapie.

 

 

 

Von der Theorie in die Praxis – Asya: Eine besondere Genesungsgeschichte

Von wegen Lugenentzündung
Bei Asya entpuppte sich eine Lungenentzündung als Karzinoid, ein sehr seltener Lungentumor, der oft risikoreiche OPs erfordert. Hochspezialisierte Experten des Klinikums Stuttgart konnten dem Mädchen diese dank schonender  minimalinvasiver Kryochirurgie ersparen.

zur Patientengeschichte

Zertifiziertes Sarkomzentrum für Weichgewebesarkome: Klinikum Stuttgart stärkt Spezialisierung in der Tumorbehandlung

Das Sarkomzentrum für Erwachsene am Klinikum Stuttgart zählt durch die erfolgreiche Erstzertifizierung zu den wenigen zertifizierten Sarkomzentren in Deutschland. Die Zertifizierung unterstreicht die herausragende Expertise und die hohe Behandlungsqualität des Klinikums bei Sarkomerkrankungen. Damit bündelt das Stuttgart Cancer Center – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl des Klinikums Stuttgart bereits 20 zertifizierte Organkrebszentren unter seinem Dach und zählt damit zu den bedeutendsten nicht universitären Krebszentren in Deutschland.

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Zelltherapie-Einheit erhält europäisches Gütesiegel JACIE

Einblicke in die Station F31

Die Klinik für Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation hat das anerkannte JACIE-Zertifikat erhalten. Es bescheinigt den Experten die Umsetzung internationaler Qualitätsstandards in der Stammzelltransplantation. Bei einem Prüfbesuch wurden alle Abläufe und Richtlinien von externen Experten geprüft und für sehr gut befunden. JACIE steht für "Joint Accreditation Committee International Society for Cellular Therapy and the European Group for Blood and Marrow Transplantation" und ist ein international anerkanntes Qualitätssiegel. Nur ein weiterer Standort in der Region Stuttgart hält dieses Gütesiegel inne.

Seit 2025 arbeiten das Marienhospital Stuttgart und das Klinikum Stuttgart im Bereich allogene Stammzelltransplantationen zusammen. 

Zum SWR-Beitrag

Leukämien & Lymphome: Claas‘ zweifache Genesungsgeschichte
 

„Als Spender gibt man nicht nur einer Person ein neues Leben. Ich bin ja auch Sohn, ich bin Vater, ich bin Onkel, ich bin Freund, ich bin Kollege …“
(C. Collet)

 

Erst ein ZNS-Lymphom, dann eine Leukämie: In dieser Folge gibt uns Claas Collet einen Einblick in seine ganz besondere zweimalige Genesungsgeschichte.

Auf allen gängigen Podcast-Plattformen, beispielsweise:

Spotify  Apple Podcast

Kein Spotify & Apple Podcast? Kein Problem!

Fallbesprechungen in Tumorkonferenzen gesamt 2024: 10.075

07HEALTH – der Podcast aus dem Klinikum Stuttgart

In jeder Ausgabe gibt es gebündelte Expertise aus unserem Haus zu einem spannenden Thema aus Medizin, Forschung und Klinikalltag. Jeden Monat mit dabei: Eine Folge zu einem onkologischen Themenschwerpunkt. In Folge 6 sprechen wir über den Themenkomplex Darmkrebs mit Prof. Jörg Köninger, Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie und PD Jan Peveling-Oberhag, Sektionsleiter der gastrointestinalen Onkologie. Worauf achten die Mediziner eigentlich selbst präventiv, mit all dem Wissen rund um Darmkrebs, das sie haben? Wie sieht eine sinnvolle Vorsorge – auch bei familiärer Vorbelastung – aus? Wie unterscheidet sich Dünndarm- von Dickdarmkrebs? Und was können wir im Klinikum Stuttgart leisten: von frühen über mittlere bis hin zu späten Krebs-Stadien? Das und ein kleiner „Fake- oder Fakt-Check“ rund um (vermeintliche) Darmkrebs-Kenntnisse sowie die Einordnung von Studienerkenntnissen erwarten Sie in einer unserer meist gehörten Folgen. 

Auf allen gängigen Podcast-Plattformen, beispielsweise:

Spotify

Kein Spotify & Apple Podcast? Kein Problem!

Forschungstätigkeit: Neue Leitlinie und internationale Kooperation

 

Die Forschungstätigkeit im OZ ist von großer Wichtigkeit bei der Weiterentwicklung der Behandlungsmöglichkeiten von Krebserkrankungen. Im Folgenden werden die Themen Leitlinien und Konsensuspapiere, wissenschaftliche Publikationen und klinische Studien näher dargelegt.

Forschungstätigkeiten (Auszug eBook)

ONKOPEDIA: Neue Leitlinie Primäres Lymphom des Zentralnervensystems (PZNSL)

In ONKOPEDIA wurde eine weitere inhaltliche Lücke gefüllt: Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Gerald Illerhaus (Stuttgart) hat eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe neue Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie des PZNSL auf der Basis der aktuellen Studienergebnisse erarbeitet.

Neele ist kurz vor dem Abitur an einem ZNS-Lymphom erkrankt. Im Podcast Sprich:Stuttgart berichtet sie als „Überraschungsgast“ mit Prof. Dr. Gerald Illerhaus wie es ihr heute geht.

Neue Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie Zum Podcast

Flat Iron

Dr. Natalie Layer (Health Scientist/Data Scientist) und Dr. Antje Jensch (Mathematikerin, Data Scientist) waren im April für einen Workshop in New York, direkt bei Flatiron: Wissen vertiefen und der internationale Austausch standen dabei im Vordergrund.

Durch die Kooperation und die damit verbundene Arbeit mit Real-World-Daten entstehen neue Möglichkeiten zum Wohle unserer Patient:innen.

Workshop mit u. a. Harlan Pittell, Sam Khan, Benjamin Pitchwell-Smith, Yuki Shinno, Blythe Adamson & Cherie Zhang
Austausch auf Augenhöhe – mit Leidenschaft für Daten
Repräsentiert unsere Vision für die Onkologie
Selfie-Time: Persönlicher Einblick von Dr. Natalie Layer (Health Scientist/Data Scientist) und Dr. Antje Jensch (Mathematikerin, Data Scientist) vom Workshop im April in New York

Welche Therapien wirken bei verschiedenen Erkrankungen und individuellen Voraussetzungen am besten? Daten helfen, Behandlungen gezielt anzupassen – etwa für Menschen mit genetischem Risiko oder zusätzlichen Erkrankungen wie Herz- oder Lungenproblemen. 

Welche Behandlungen sind besonders gut verträglich, und wie lassen sich Dosierungen optimal anpassen? Das meiste Wissen stammt aus klinische Studien: Nur wenige Krebspatienten können teilnehmen. Dank Real-World Daten können alle berücksichtigt werden. So können wir die onkologische Patient:innenversorgung auch für kleinere Subgruppen (seltene Entitäten) nachhaltig verbessern.

Mit Hilfe der Erkenntnisse über die Wirkung, Adhärenz und Wirksamkeit von Medikamenten in der realen Versorgungssituation (Real World Evidence) lassen sich Therapien nicht nur viel besser auf einzelne Patient:innen zuschneiden, sondern auch entwickeln: mehr Daten, mehr Möglichkeiten.

Der Grundstein für die Kooperation mit Flatiron wurde bereits 2021 gelegt – initiiert und über die Jahre mit großem Engagement vorangetrieben von unserem Leiter der Studienzentrale und Bereichsleiter Digitale Onkologie, Markus Knott. Nach intensiver Vorarbeit, Konzeptentwicklung und dem Aufbau einer starken Partnerschaft gehen wir nun aktiv an den Start. Wir freuen uns darauf, schon bald gemeinsame Good-Health-News bekanntzugeben und arbeiten täglich daran, unserem Ziel näherzukommen: noch individuellere Therapiemöglichkeiten, noch größere Heilungschancen, noch weniger Therapienebenwirkungen.

 

Fort-, Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen

Fortbildung für medizinisches Fachpersonal
18
Infoveranstaltungen für Patienten, Angehörige und Interessierte
17
Pressebeiträge
20
Onkologische Themen 07HEALTH
6

Patientenaufklärung

Wie funktioniert eine Bestrahlung bei linksseitigem Brustkrebs? Wie können wir dabei das Herz schützen? Und was erwartet mich eigentlich konkret bei der Strahlentherapie? Auch unsere Erklärvideos sind ein wichtiger Baustein in der Patientenaufklärung.

Kultur fördert die Gesundheit

Kunst wirkt positiv auf Stimmung, Wohlbefinden und Konzentration. Deshalb bietet das Klinikum Stuttgart Führungen für Krebspatientinnen und -patienten und deren Angehörige an.

Beitrag in der Stuttgarter Zeitung  Führungen im Kunstmuseum  Führungen Staatsgalerie

Auch ein Sommerprogramm im städtischen Lapidarium wurde seitens Kunst- & Kulturbeauftragter des SCC, Minou Nadji-Ohl in Kooperation mit der Mind-Body-Medizin geboten:

Wir sagen Danke

Ein herzlicher Dank gilt allen Stiftungen, Förderern und Unterstützern. Projekte wie das neue sporttherapeutische Angebot für krebskranke Kinder wären ohne Sie nicht umsetzbar.

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Sporttherapie im Klinikum Stuttgart
Die kleinen Patient:innen erlebten eine Mini-Olympiade auf den Fluren der Station...
Sporttherapie im Klinikum Stuttgart
und der Tagesklinik mit einem Hockey- und Abenteuerparcours...
Sporttherapie im Klinikum Stuttgart
Unter der Leitung von Sportwissenschaftler Dominik Gaser und Physiotherapeutin Dorothee Rippmann können alle Patient:innen ab 3 Jahren...
Sporttherapie im Klinikum Stuttgart
mit onkologischen oder hämatologischen Erkrankungen an individuell angepassten Sporteinheiten teilnehmen.

Seit 2007 fördert die Eva Mayr-Stihl Stiftung das Klinikum Stuttgart. Im Mittelpunkt der Förderung steht das Stuttgart Cancer Center – Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl. Neben Investitionen in moderne Medizintechnik und Qualitätssicherungsmaßnahmen finanziert die Stiftung vor allem Angebote für Betroffene wie Patientenlotsen, Bewegungs- und Ernährungsberatung sowie psychologische Unterstützung. Das Team des SCC bedankt sich im Namen aller Patientinnen und Patienten von Herzen für den Einsatz, das Engagement und den Blick der Stiftung auf das Wesentliche: den Menschen.