Klinische Schwerpunkte

Endokrinologie

Im Bereich Endokrinologie werden schwerpunktmäßig Patienten mit Erkrankungen der endokrinen Drüsen (Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebennieren, Sexualdrüsen) diagnostiziert und behandelt.

Zu den Untersuchungsverfahren gehören Hormon-Bestimmungen, verschiedenste endokrinologische Funktionstests und Ultraschall-Untersuchungsmethoden. In enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie und der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie der Klinik für Nuklearmedizin des Katharinenhospitals stehen alle modernen Bildgebungsverfahren zur Verfügung (Computer-Tomographie, Magnetresonanz-Tomographie, Szintigraphie, Positronenemissions-Tomographie).

Spezialambulanz für endokrinologische Erkrankungen

In der endokrinologischen Spezialambulanz werden Patienten mit Schilddrüsen-Erkrankungen behandelt, die je nach Bedarf in enger Kooperation mit den Kliniken für Chirurgie oder Nuklearmedizin interdisziplinär betreut werden. Zu weiteren Spezialgebieten gehören die Abklärung von Hypophysen- und Nebennieren-Erkrankungen. Weitere Schwerpunkte bildet die Diagnostik und Therapie des (sekundären) Bluthochdruckes, endokriner Tumorerkrankungen, der Osteoporose und der Infertilität. Auch diese Patienten profitieren von der engen Kooperation mit anderen Kliniken des Klinikums.

Viele endokrinologische Störungen lassen sich nur durch Stimulationstests nachweisen, wofür wir ein spezielles Testlabor eingerichtet haben. Zum Spektrum der Untersuchungen gehören die verschiedensten Hormonbestimmungen: Hormone der Schilddrüse, der Nebennieren, der Bauchspeicheldrüse, Sexualhormone, Hormone der Hirnanhangsdrüse und Hormone, die den Calcium- und Knochenstoffwechsel steuern.

Ambulanten und stationäre Hormontests

Hormone können im Blut und im Urin bestimmt werden. Für die Untersuchung im Urin wird im Allgemeinen der 24-Stunden-Sammelurin genommen. Wichtige Aussagen zum Hormonstatus beziehungsweise zu Hormonstörungen geben jedoch nicht nur die "einfachen" Hormonbestimmungen, sondern auch die sogenannten Funktionstests (Hormontests). Die meisten Tests können sowohl unter ambulanten als auch unter stationären Bedingungen durchgeführt werden, manche jedoch nur unter stationären Bedingungen.

Fast für alle Funktionstests werden Medikamente entweder als Injektion oder als Tabletten/Saft verabreicht. Diese haben Einfluss auf die verschiedenen Hormone. Das heißt, entweder hemmen sie die Produktion von Hormonen oder sie regen diese an. Daher rührt auch die Benennung Hemmtests und Stimulationstests. Dabei können wichtige Schlussfolgerungen bezüglich der Hormonregulation gezogen werden. Solche Tests sind zum Beispiel zur Untersuchung der Funktion der Hirnanhangsdrüse und der untergeordneten Drüsen (Schilddrüse, Nebennieren) sowie der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse).

Stimulationstest und die Insulinbelastung

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie sind bei speziellen Fragestellungen, zum Beispiel zur genauen Lokalisation eines Hormonüberschusses, auch Spezialuntersuchungen wie selektive Venenblutentnahmen möglich.

Die endokrinologisch/diabetologisch ausgerichtete Station (4A) hat 28 Betten. Die Ärzte sind spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von häufigen und seltenen endokrinologischen Erkrankungen. Die Klinik stellt den endokrinologisch/diabetologischen Konsiliardienst für das Klinikum Stuttgart. Kommen operative Therapieverfahren in Betracht, erfolgt dies in enger Abstimmung mit den entsprechenden Spezialisten aus den kooperierenden Kliniken wie zum Beispiel der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie oder Neurochirurgischen Klinik des Katharinenhospitals.