Medizinische Zentren

Zertifiziertes interdisziplinäres Bluthochdruckzentrum

Blutdruckmessung

20 bis 30 Millionen Deutsche leiden an Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie). Dieser geht mit einem deutlich erhöhten Risiko einer Herzerkrankung, einem Schlaganfall oder einem Nierenversagen einher. Durch eine effektive Blutdrucksenkung kann dieses Risiko deutlich vermindert werden.

Bei den meisten Patienten bekommt der Hausarzt oder Internist die Blutdrucksenkung in den Griff. In bis zu 10% der Fälle lässt sich der Bluthochdruck jedoch trotz Umstellung der Lebensweise und multi-medikamentöser Therapie (mehr als 3 Medikamente) nicht optimal einstellen. Bei diesen Patienten, bei sehr jungen Patienten oder wenn der Verdacht besteht, dass andere Ursachen hinter dem Bluthochdruck stecken (sekundäre Hypertonie), sollte die Abklärung in einem spezialisierten Hochdruckzentrum (Deutsche Hochdruckliga) wie unserem erfolgen. Hier stehen alle notwendigen Untersuchungs- und Therapiemethoden nach neuestem wissenschaftlichem Standard zur Verfügung. Sorgfältig wird geprüft ob eine sekundäre Hypertonie vorliegt. Ursachen hierfür können Nierenarterienverengungen, eine Hormonüberproduktion insbesondere der Nebennieren, zu lange nächtliche Atempausen (Schlafapnoe) oder Nierenerkrankungen sein. Bei schweren Fällen bedienen wir uns der Barorezeptor-Stimulation

Herausragende diagnostische und therapeutische Verfahren

  • Farbdopplersonographie der Nierenarterien
  • Dilatation einer Nierenarterienstenose
  • CPAP-Therapie der Schlafapnoe
  • Barorezeptorstimulation bei therapieresistentem Bluthochdruck

120/80mmHg für Alle? Die Ergebnisse der SPRINT-Studie

Eine im letzten Jahr veröffentlichte und auch in der Presse viel diskutierte wissenschaftliche Arbeit war die sogenannte SPRINT-Studie. In ihr wurden Patienten, die entweder schon eine Herzkreislauferkrankung hatten, oder ein hohes Risiko für die Entwicklung einer Herzkreislauferkrankung besaßen, in zwei Gruppen unterteilt. Die beiden Gruppen wurden medikamentös auf unterschiedliche Zielblutdruckwerte eingestellt: entweder <140/90mmHg (was den bisherigen Leitlinien entspricht) oder <120/80mmHg. Das Ergebnis war ein statistisch deutlicher Unterschied zu Gunsten der niedrigeren Zielwerte, der zeigte, dass weniger Patienten insgesamt und insbesondere an Herzversagen verstarben. Danach wurde vielerorts die Frage gestellt, ob nicht jeder Blutdruckpatient auf das Ziel <120/80mmHg eingestellt werden sollte. Dies ist pauschal auf alle Fälle NICHT richtig. Wichtig ist vor allem zu erwähnen, dass die Studie spezielle Patentengruppen nicht untersucht hat (Diabetiker, Patienten mit Schlaganfall) und es sich bei den untersuchten Patienten zudem um (Hoch-)Risikopatienten handelte. Insofern wird sich in den in Zukunft erscheinenden Leitlinien vermutlich das Blutdruckziel am individuellen Risiko des einzelne Patienten orientieren und nicht mehr (wie es in den aktuellen Empfehlungen gefordert wird) ein Blutdruckziel für alle Patienten gelten. Sollten Sie Fragen zu dem für Sie empfohlenen Blutdruckziel haben, sollten Sie dies mit Ihrem betreuenden Arzt besprechen.

Zertifiziertes interdisziplinäres Bluthochdruckzentrum
Katharinenhospital
Kriegsbergstraße 60
70174 Stuttgart

Kontakt
Zentrumsleitung Prof. Dr. Vedat Schwenger
Klinik für Nieren-, Hochdruck- und Autoimmunerkrankungen
Telefon: 0711 278-35301
Telefax: 0711 278-35309
E-Mail: j.boehnlein@klinikum-stuttgart.de 

Zertifiziertes interdisziplinäres Hypertonie-Zentrum der Deutschen Hochdruckliga

Zertifizierung Hypertonie