Logopädie am Katharinenhospital

Hörtraining nach Cochlear Implant

Ohr mit einem Hörgerät

Ein Cochlea-Implantat (CI) ist eine Innenohrprothese für hochgradig schwerhörige und gehörlose Kinder oder Erwachsene, denen herkömmliche Hörgeräte wenig oder gar keinen Nutzen mehr bringen.

CIs wandeln Schall in elektrische Impulse um, durch die der Hörnerv in der Hörschnecke stimuliert wird. So können Sprache und Töne wieder wahrgenommen werden.

Der Höreindruck nach einer CI-Versorgung unterscheidet sich deutlich vom Hören mit einem Hörgerät oder dem Höreindruck eines Guthörenden. Das CI erzeugt neue, bisher nicht gekannte oder schon lange nicht mehr gehörte Hörwahrnehmungen, die verarbeitet und richtig zugeordnet werden müssen. Hören lernen mit einem CI ist also ein kognitiver Vorgang, der sich durch intensives Training verbessern lässt.

Die logopädische Behandlung von CI-versorgten Patienten findet deshalb in Einzelsitzungen statt. Sie beginnt nach der Erstanpassung des CI, Dauer und Häufigkeit hängen von der Situation des Patienten ab.

Dabei unterschieden sich insbesondere die Therapieansätze für Kindern und Erwachsenen grundlegend. Während bei den erwachsenen Patienten vorrangig darum geht, ein bestmögliches Hören und Verstehen von Sprache in Abhängigkeit von den präoperativen Fähigkeiten zu erreichen, steht bei Kindern der Spracherwerb im Vordergrund.