Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Revisionsendoprothetik: Beschwerden nach Endoprothesenimplantation an Hüft- oder Kniegelenk

Nach Gelenkersatzoperationen bestehen häufig noch eine Weile Beschwerden fort. Diese sind anfänglich durch die Operation selbst bedingt. Im weiteren Verlauf können muskelkaterartige Beschwerden bestehen oder Sehnenansatzbeschwerden. Diese erklären sich dadurch, dass die Gelenke wieder beweglicher wurden und mehr bewegt werden, die Muskulatur mehr angestrengt wird, schließlich waren die endoprothetisch ersetzten Gelenke vor der Operation häufig lange Jahre weniger belastet und weniger bewegt worden. Teilweise strahlen Schmerzen auch von anderen Körperregionen aus, gerade am Hüftgelenk finden sich häufig zusätzliche Schmerzursachen durch die Wirbelsäule, die Iliosakralgelenke, die hüftübergreifende Muskulatur, durch urologische oder gynäkologische Probleme. Teilweise werden mit der Operation gezielt die Körperachsen korrigiert, um eine spätere gute Funktion und eine lange Haltbarkeit der Endoprothesen zu gewährleisten. Auch hierdurch können Sehnen- und Muskelprobleme entstehen. Wenn Sie jedoch durch die Situation beunruhigt sind, sprechen Sie uns an. Wir sind spezialisiert, die Ursachen von persistierenden oder neu aufgetretenen Schmerzen abzuklären.

Die meisten Beschwerdeursachen können durch eine genaue Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) oder körperliche Untersuchung herausgefunden werden. Nur im Einzelfall benötigt es Laboruntersuchungen, Punktionen oder Probeentnahmen. Vielfach können Kernspintomografien und CT-Untersuchungen mit spezieller Artefaktunterdrückung die Lösung nahebringen. Wir arbeiten mit Spezialisten der Nuklearmedizin zusammen, die durch Szintigraphien, PET-CTs oder Spect-CTs die neuesten Untersuchungsmethoden vorhalten, um die Beschwerdeursachen herausfinden zu können.

Sind die Probleme aufgrund muskulärer Beschwerden, Beinlängenunterschiede oder Achsänderungen versursacht, helfen wir im Regelfall mit Physiotherapie, Gerätetraining, Querfriktionsmassagen, Ultraschallbehandlungen, Iontophorese, nicht-steroidalen Antirheumatika, Injektionen oder einem Beinlängenausgleich. Entsprechende Rezepte werden bei uns in den Spezialsprechstunden ausgestellt.

Einige Beschwerdeursachen können aber auch zu einer erneuten Operation führen.