Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

1.000 Lebensretter für Stuttgart

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, zu jeder Zeit.

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann nur erfolgreich behandelt werden, wenn sofort mit einer effektiven Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen wird. Da die ersten fünf Minuten entscheidend für das Überleben sind, ist eine beherzte Laien-Wiederbelebung durch umstehende Personen oder Passanten wichtig, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken – und letztendlich ein Menschenleben zu retten!

 Diese Zeitüberbrückung ist ganz einfach – und auch leicht zu merken:
„Prüfen – Rufen – Drücken“ ist das Motto: Zuerst prüfen, ob tatsächlich ein Herz-Kreislauf-Stillstand vorliegt (die Person also nicht mehr atmet) – dann Rettungsdienst und Notarzt verständigen – und schließlich drücken, also eine Herzdruckmassage durchführen.

Obwohl das so einfach ist, ist die Hemmschwelle für diese grundlegende Maßnahme bei vielen Menschen hoch - egal ob jung oder alt. Umso wichtiger ist es, dass man die Maßnahmen übt, um sie im Notfall auch sicher anwenden zu können.

Und genau das ist der Grund, weshalb zum Abschluss des
4. Stuttgarter Notfalltages am Samstag, den 10. Oktober 2015, eine ganz besondere Aktion auf dem Stuttgarter Marktplatz stattgefunden hat: Die Aktion „1.000 Lebensretter für Stuttgart“.

1.000 Personen wurden dabei gleichzeitig in der Laienreanimation geschult. Es war ein sehr bewegendes Bild, als die Teilnehmer - betreut in Kleingruppen von jeweils einem Tutor - im Takt der Musik den Brustkorb ihrer Reanimationspuppe bearbeiteten - und dabei lernten, wie man zum Lebensretter wird.

Organisiert wurde die Aktion auf dem Marktplatz von Prof. Dr. Andreas Walther, Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Katharinenhospital des Klinikums Stuttgart, zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart und zahlreichen Unterstützern.