Zentralinstitut für Transfusionsmedizin und Blutspendedienst

Dokumentierte Inlinefiltration

Erythrozyten trennen sich vom Plasma und Buffycoat

Bis ein Blutprodukt einem Empfänger verabreicht werden kann, hat es einen langen Weg hinter sich. Am Anfang steht die Blutspende. Das Blut wird in einen Entnahmebeutel gesammelt und zentrifugiert. Dabei trennen sich Plasma, Buffycoat (weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) und Erythrozyten (rote Blutkörperchen) voneinander und werden in unterschiedliche Beutel geleitet. Dies alles geschieht in einem geschlossenen, sterilen System.

Durch das Zentrifugieren werden rund 90 Prozent der unerwünschten weißen Blutkörperchen entfernt. Unerwünscht sind sie aufgrund ihrer möglichen Nebenwirkungen bei Transfusionen, da sie zum Beispiel Krankheitserreger übertragen. Um eine klinisch wirksame Verminderung der weißen Blutkörperchen auf nahezu 100 Prozent zu erreichen, werden die Erythrozytenkonzentrate zusätzlich gefiltert.

Automatisierte Dokumentation

Das Zentralinstitut für Transfusionsmedizin und Blutspendedienst hat gemeinsam mit der Frauenhofer-Gesellschaft ein Gerät entwickelt, das den Vorgang der Inlinefiltration GMP-gerecht dokumentiert. Dabei werden die herstellungsrelevanten Informationen (Zeitpunkt und Dauer der Filtration, durchführender Mitarbeiter) automatisch erfasst und die Daten online in die Blutspende-EDV übernommen. Die Daten sind wichtige Bestandteile der Qualitätssicherung im Rahmen der Herstellung von Blutprodukten. Mit dieser Neuentwicklung ist das Institut maßgeblich an der Optimierung des Herstellungsprozesses im Blutspendewesen beteiligt.