Klinik für Urologie und Transplantationschirurgie

Rekonstruktive Chirurgie

Angeborene Fehlbildungen, Verletzungen oder Tumoroperationen erfordern häufig rekonstruktive Operationstechniken, um Organfunktionen zu normalisieren oder wiederherzustellen.

Hierbei kann es sich zum einen um plastische Korrekturen handeln, wie bei einer Verengung der Harnröhre. Dabei erfolgt die Wiederherstellung einer normalweiten Harnröhre z.B. unter Entfernung des erkrankten Abschnittes und Ersatz durch Mundschleimhaut.

Zum anderen handelt es sich um funktionelle Korrekturen, wie bei Fehlfunktionen der harnableitenden Wege (z.B. Nierenbecken-Abgangsenge, Verengung des Harnleiters im unteren Abschnitt). Dabei wird die Enge beseitigt und die Verbindung Harnleiter-Nierenbecken oder Harnleiter-Blase wiederhergestellt, um einen ungehinderten Abfluss des Urins aus der Niere in die Blase zu ermöglichen. Sämtliche Verfahren wie Anderson Hynes Nierenbeckenplastik, Psoas hitch und Boari Plastik werden durchgeführt. Sollte einmal die Kontinuität aufgrund eines längerstreckigen Verlustes des Harnleiters nicht wiederhergestellt werden können, besteht auch die Möglichkeit des Harnleiterersatzes durch z.B. Dünndarm.