Weitere Schwerpunkte

Traumazentrum, Endoprothetik und Tumorchirurgie

Trotz seiner Verdienste in der Wirbelsäulenchirurgie sieht sich Professor Knop als Generalist. Auch wenn 2006 die Fächer Unfallchirurgie und Orthopädie zu einem Facharzt zusammengeführt wurden, so ist Professor Knop von Haus aus Unfallchirurg.

„Das Fachgebiet ist so groß, dass es natürlich nicht ausbleibt, dass der Spezialisierungsgrad immer höher wird“, sagt er. „Doch wenn ein Schwerstverletzter vor mir auf dem OP-Tisch liegt, dann muss ich in der Lage sein, sowohl seine Wirbelsäule als auch seine Schulter, sein Knie und seine Hüfte zu operieren.“ Die Klinik ist als überregionales Traumazentrum der Region Stuttgart zertifiziert. Das bedeutet, dass alle Patienten ab einer bestimmten Verletzungsschwere ins Katharinenhospital eingeliefert werden.

Endoprothetik und Tumorchirurgie sind die weiteren Schwerpunkte der Klinik. So werden hier Prothesen an allen großen Gelenken implantiert und insbesondere die aufwändigen und komplexeren Wechsel- und Zweiteingriffe der Endoprothetik durchgeführt. „Im Bereich Tumorchirurgie können Knochenmetastasen sehr häufig zu Brüchen führen. Gerade auch an der Wirbelsäule können Metastasen Lähmungserscheinungen erzeugen“, so Professor Knop. Durch stabilisierende Eingriffe soll die Gefahr einer drohenden Lähmung oder Instabilität beseitigt werden. Im Notfall wird versucht, eine akute Querschnittslähmung durch Dekompression und Stabilisierung zu bessern. Auch heilende Eingriffe bei Sarkomen werden durchgeführt, hier wird versucht, durch eine vollständige Tumorentfernung die Erkrankung zu heilen. Die Klinik arbeitet eng mit Onkologen und Strahlentherapeuten zusammen – seit vergangenem Jahr innerhalb der interdisziplinären Sarkomkonferenz.

Aus: Klinikum live, Ausgabe 01|2015