Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie:

Kein Gemischtwarenladen, sondern Luxusboutique

Professor Dr. Christian Knop zählt laut Focus-Liste zwar zu den besten Wirbelsäulenchirurgen bundesweit. Doch der Unfallchirurg sieht sich weiterhin als Generalist. Die Klinik bietet ein breites Spektrum auf höchstem Niveau.

9.30 Uhr, Station B5 im Katharinenhospital:
Moritz M., 23 Jahre, war am Vortag mit dem Motorrad verunglückt, wurde um 13.51 Uhr schwerverletzt eingeliefert und sofort am Nachmittag operiert. Am Morgen bekommt er das erste Mal Physiotherapie. Der gebrochene Oberschenkelknochen ist dank eines Marknagels wieder stabil.
Im Zimmer nebenan liegt Günther S. Der 74-Jährige hat eine verschlissene Hüfte, möchte aber noch etwas vom Leben haben. Vor vier Tagen wurde ihm eine Hüftprothese implantiert, inzwischen ist er selbständig mobil und freut sich, dass die Hüftschmerzen nach Jahren endlich wie weggeblasen sind.
Karin D. im dritten Zimmer bewegt heute wieder ihre Fußspitzen. Vor vier Jahren war sie an Brustkrebs erkrankt und erfolgreich behandelt worden. Vor fünf Tagen aber mit beginnenden Lähmungserscheinungen eingeliefert und sofort operiert worden. Die Wirbelsäule konnte bei zahlreichen Knochenmetastasen erfolgreich stabilisiert werden und das Rückenmark wurde entlastet.

Die Patientenbeispiele zeigen das breite Spektrum der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Katharinenhospital. „Wir behandeln von Schwerstverletzungen über deren Folgen bis hin zu Tumoren und allen degenerativen Erkrankungen am Bewegungsapparat“, sagt der Ärztliche Direktor Professor Dr. Christian Knop. Dennoch sieht der Chefarzt seine Klinik nicht als „Gemischtwarenladen“, sondern stellt eindrucksvoll unter Beweis, in allen Bereichen Spitzenmedizin zu leisten: Nachdem er bereits im Jahr 2014 auf der Focus-Liste der Top-Mediziner im Bereich Wirbelsäulenchirurgie gelistet war, wird er 2015 zu den besten Ärzten im Bereich „Erkrankungen am Bewegungsapparat“ gehören.

Zehn Tage später:
Moritz M. konnte nach acht Tagen wieder nach Hause. Sein Bein ist im Hüft- und Kniegelenk wieder frei beweglich. Er ist mit Gehstützen mobil und wird voraussichtlich eine uneingeschränkte Sport- und Arbeitsfähigkeit wiedererlangen.
Günther S. geht wieder wandern und freut sich über seine neue Hüfte.
Karin D. konnte nach acht Tagen das erste Mal mit Hilfe wieder stehen und die ersten Schritte wagen. Nächste Woche wird eine speziell abgestimmte medikamentöse Tumorbehandlung mit guten Erfolgsaussichten beginnen.

Aus: Klinikum live, Ausgabe 01|2015