Wirbelsäule

Verletzungen der Wirbelsäule

In der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im Katharinenhospital werden alle Arten von Sport- und Unfallverletzungen der Wirbelsäule behandelt. Häufig müssen Wirbelsäulenverletzungen im Zusammenhang mit Polytraumata nach schweren Unfällen  oder Stürzen notfallmäßig versorgt werden. Die Unfallchirurgen der Klinik verfügen dadurch über umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse aller modernen Operationstechniken. Pro Jahr werden in unserer Klinik rund 300 unfallchirurgische Wirbelsäulenoperationen durchgeführt.

Wir bieten sowohl minimalinvasive als auch offenchirurgische Operationsverfahren zur Behandlung von Wirbelsäulenverletzungen an. Die Entscheidung für oder gegen das eine oder andere Verfahren hängt vom Verletzungsbild, aber auch vom Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Ältere Menschen beispielsweise werden möglichst schonend minimalinvasiv operiert. Auch das Verletzungsbild ist ein wichtiges Entscheidungskriterium. Muss eine Wirbelsäulenverletzung beispielsweise sowohl von vorn als auch von hinten stabilisiert werden, bietet sich ein minimalinvasives Vorgehen an. Das Vorgehen im individuellen Einzelfall besprechen wir – sofern es sich um eine geplante Operation und nicht um einen Notfall handelt – zuvor im Detail mit dem Patienten.

Ist ein Wirbelköper etwa durch einen Unfall zusammengedrückt (gesintert) oder gar zertrümmert, muss die Wirbelsäule an dieser Stelle aufgerichtet und eventuell versteift werden. Dazu stehen je nach Umfang der Zerstörung unterschiedliche Operationsverfahren (Spondylodese) zur Verfügung. So kann der Wirbel durch eine sogenannten Fixateur intern, bestehend aus Titanschrauben und Drähten, aufgerichtet und die Wirbelsäulen an dieser Stelle versteift werden. Nach vollständiger Ausheilungen kann das Metall später wieder entfernt werden. Wenn der Wirbelkörper dagegen zertrümmert ist, wird der zerstörte Wirbel komplett entfernt und durch einen „Titancage“ ersetzt. Zusätzlich wird häufig patienteneigener Knochen verwendet, um die Heilung zu beschleunigen. Die Versteifung zwischen zwei Wirbeln kann von vorn oder von hinten erfolgen. In komplizierten Fällen erfolgt die Stabilisierung auch im Rahmen einer 360-Grad-Spondylodese sowohl von vorn als auch von hinten.

Diese Eingriffe, die ebenfalls sowohl minimalinvasiv als auch offenchirurgisch durchgeführt werden können, erfordern ein sehr differenziertes Vorgehen und viel Erfahrungen. Da der Spinalkanal bestmöglich geschont werden muss, ist bei diesen Operationen Millimeterarbeit mit nur sehr geringen Toleranzen nötig.