Wirbelsäule

Entzündliche und infektiöse Wirbelsäulenerkrankungen

Erkrankungen der Wirbelsäule können auch durch Entzündungen oder Infektionen hervorgerufen werden. Auslöser können Viren und Bakterien, insbesondere das Tuberkulosebakterium sein. Bei der tuberkulösen Entzündung (Spondylitis tuberculosa) haben die Betroffenen oft schon vor längerer Zeit eine Tuberkulose-Erstinfektion der Lunge gehabt. Die Erreger sind dann aus der Lunge in die Wirbelknochen gelangt, wo sie die akute Infektion ausgelöst haben. Häufig ist von der tuberkulösen

Wirbelsäulenerkrankung die Lendenwirbelsäule betroffen.
Bekanntestes Beispiel einer entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung ist der Morbus Bechterew, medizinisch Spondylitis ankylosans genannt. Diese entzündlich-rheumatische Erkrankung führt im Verlauf zu einer fortschreitenden Versteifung der Wirbelsäule.

Entzündliche und infektiöse Wirbelsäulenerkrankungen werden vorwiegend konservativ, also nicht-operativ behandelt. Neben Antibiotika, entzündungshemmenden und Schmerzmedikamenten übernimmt dabei die Physiotherapie eine wichtige Rolle. Beim Morbus Bechterew in weit fortgeschrittenem Stadium kann auch eine Operation in Frage kommen. Ziel des Eingriffs ist es, die Mobilität zu verbessern, indem man  die Wirbelsäule, die durch die Versteifung immer krummer wird, wieder aufzurichten.