Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Wirbelsäule

Zu den Schwerpunkten der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie zählt die Behandlung von Verletzungen und Verletzungsfolgen sowie Erkrankungen der Wirbelsäule. Im überregionalen Traumazentrum für Stuttgart und die Region können Unfallverletzte mit Verletzungen der Wirbelsäule jederzeit und notfallmäßig behandelt werden.

Hochgradig instabile Verletzung zwischen 4. und 5. Halswirbel nach Skisturz.
Hochgradig instabile Verletzung zwischen 4. und 5. Halswirbel nach Skisturz.
Vollständige Wiederherstellung nach vorderer Stabilisierung/Fusion.
Vollständige Wiederherstellung nach vorderer Stabilisierung/Fusion.
Die Operationsnarbe: kaum sichtbar.
Die Operationsnarbe: kaum sichtbar.
Berstungsbruch des 3. Lendenwirbels nach Gleitschirmabsturz. Rechts: Vollständige Wiederherstellung nach hinterer Stabilisierung und vorderer Rekonstruktion.
Berstungsbruch des 3. Lendenwirbels nach Gleitschirmabsturz. Rechts: Vollständige Wiederherstellung nach hinterer Stabilisierung und vorderer Rekonstruktion.
Minimal-invasiver Zugang zur Lendenwirbelsäule, endoskopische Technik. Rechts: Kleinste Operationszugänge.
Minimal-invasiver Zugang zur Lendenwirbelsäule, endoskopische Technik. Rechts: Kleinste Operationszugänge.
Beginnender Einbruch der Wirbelsäule bei Befall mit Metastasen. Rechts: Stabilisierung für uneingeschränkte Mobilität und Beginn der Strahlen-/Chemotherapie.
Beginnender Einbruch der Wirbelsäule bei Befall mit Metastasen. Rechts: Stabilisierung für uneingeschränkte Mobilität und Beginn der Strahlen-/Chemotherapie.

Die Wirbelsäule ist das Gerüst, die senkrechte Hauptachse unseres knöchernen Skelettes. Sie verbindet die Körperteile Kopf, Brustkorb, Becken, Arme und Beine miteinander. Die Wirbelsäule erlaubt uns eine enorme Beweglichkeit in allen Richtungen. Um das zu ermöglichen besteht die Wirbelsäule aus 24 Wirbeln mit 23 dazwischen liegenden Bandscheiben. Zudem stabilisieren zahlreiche Bänder die Wirbelsäule, so dass sie in der Lage ist, einen Großteil unseres Körpergewichtes zu tragen und auf die Beine zu verteilen. Oben ist die Wirbelsäule dünner als unten, außerdem ist sie in einer „Doppel-S-Form“ mehrfach gebogen. Damit ist die Wirbelsäule besser in der Lage, Stöße abzufedern.

Gegliedert ist die Wirbelsäule in drei Hauptbereiche: die Halswirbelsäule mit sieben Wirbeln, die Brustwirbelsäule mit zwölf Wirbeln und die Lendenwirbelsäule mit fünf Wirbeln. Neben diesem beweglichen Teil der Wirbelsäule werden oft auch noch das Kreuzbein und das Steißbein, die aus zusammengewachsenen Wirbeln bestehen, der Wirbelsäule zugerechnet.

Die Behandlung von Verletzungen und Verletzungsfolgen sowie Erkrankungen der Wirbelsäule bildet einen wichtigen medizinischen Schwerpunkt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im Katharinenhospital. Dazu steht uns ein breites Spektrum konservativer, nicht-operativer Behandlungsoptionen zur Verfügung. Wann immer möglich und sinnvoll setzen wir bei Operationen an der Wirbelsäule patientenschonende minimalinvasive Verfahren ein. Daneben verfügen wir über Erfahrungen mit allen etablierten offenchirurgischen Operationsverfahren. In den vergangenen Jahren wurden dazu immer bessere Operationstechniken und Implantate entwickelt, die die Möglichkeiten und nachhaltigen Behandlungserfolge der operativen Wirbelsäulentherapie deutlich erweitert haben.

Um ein optimales Operationsergebnis zu erzielen, werden die Eingriffe mit einer speziellen Planungs-Software zunächst am Computer simuliert und vorbereitet. Während der Operation unterstützen Live-Röntgen und Navigationssysteme den Operateur zum Beispiel beim optimalen Ausrichten die Knochen stabilisierender Platten und Schrauben.

Im überregionalen Traumazentrum für Stuttgart und die Region können Unfallverletzte mit Verletzungen der Wirbelsäule jederzeit und notfallmäßig behandelt werden. Instabilität, Fehlstellung und eine zusätzliche Verletzung von Rückenmark oder Nervengewebe erfordern die rasche, gezielte und hochspezialisierte Behandlung. Für die Stabilisierung der Wirbelsäule in den normalen Achs- und Krümmungsverhältnissen stehen uns modernste Behandlungsmethoden und Medizintechnik zur Verfügung. Damit erreichen wir auch bei Verletzungen des Rückenmarkes und von Nervengewebe im Rahmen von Notfall-Operationen bestmögliche Erholungschancen.

Daneben werden in unserer Klinik auch alters- und abnützungsbedingte („degenerative“) Veränderungen der Wirbelsäule sowie Tumorerkrankungen und Infektionen an der Wirbelsäule  von unseren Spezialisten behandelt.

Im Stuttgart Spine Center, dem interdisziplinären Wirbelsäulenzentrum des Klinikum Stuttgart, arbeiten wir überdies eng mit der Neurochirurgischen Klinik am Katharinenhospital und der Klinik für Kinderorthopädie im Olgahospital zusammen.

Behandlungsspektrum im Überblick

  • Knöcherne Verletzungen der Wirbelsäule
  • Verletzungen der Bandscheiben, Bänder und Kapseln
  • Wirbelbrüche aufgrund einer Osteoporose
  • Akute Querschnittlähmung aufgrund einer Verletzung oder Einengungen (Raumforderungen) durch Tumore oder Abszesse
  • Verengungen des Spinalkanals und Instabilitäten oder Deformationen der Wirbelsäule nach Wirbelbrüchen oder durch degenerative Veränderungen
  • Entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Morbus Bechterew)
  • Infektiöse Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. durch Tuberkulose)
  • Primäre Knochentumoren oder Metastasen an der Wirbelsäule

Zertifikate

Der Chefarzt Professor Dr. Christian Knop hat die Zertifikate der Fachgesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie erworben.