Am Ende nicht allein

Mehr als Schmerzlinderung

Palliativpatienten leiden oft unter bis zu zehn Beschwerden gleichzeitig. Sie sind zum Beispiel depressiv, haben Luftnot und Schmerzen, leiden an Übelkeit oder hegen Suizidgedanken. Dieser Vielfalt an Beschwerden muss sich auch die Behandlung anpassen.

Deshalb sind auf der Palliativeinheit neben Ärzten und speziell ausgebildeten Pflegekräften (u.a. Aromatherapie, Pain Nurse) auch Kunst- und Musiktherapeuten, Physio- und Ergotherapeuten, Psycho-Onkologen und Sozialarbeiter beschäftigt. „Palliativversorgung dient ja nicht nur der Linderung von Schmerzen“, sagt Dr. Daun. Seelsorger, ausgebildete Trauerbegleiter und ehrenamtlich engagierte Bürger unterstützen die Mitarbeiter im psychosozialen Bereich.

Auf der Station herrscht ein offener Umgang mit den Themen Trauer und Tod. Denn auch für die Mitarbeiter ist die Arbeit belastend. „Jeder Mitarbeiter hat immer die Möglichkeit der Supervision“, sagt Dr. Daun. Die Teilnahme an regelmäßigen Gruppengesprächen ist für alle verpflichtend.

Aus: Klinikum live, Ausgabe 01|2016

Klinikum Stuttgart – Katharinenhospital

Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin

  • Ärztlicher Direktor
    Prof. Dr. Gerald Illerhaus