Ihr Aufenthalt

Leitlinie Patientenverfügung

Nachdenklich schauende ältere Frau im Profil

Seit dem 1. September 2009 greift die neue gesetzliche Regelung zu Patientenverfügungen. Im Klinikum Stuttgart ist der Umgang mit dem erklärten Patientenwillen bereits sehr viel länger geregelt. Eine Leitlinie räumt der Selbstbestimmung über den eigenen Körper als verfassungsrechtliches Kernelement der Menschenwürde eine klare Priorität ein.

Immer mehr Menschen wollen selbst entscheiden, ob sie künstlich am Leben gehalten werden. Denn mit dem medizinischen Fortschritt wächst oft die Furcht, nicht in Würde sterben zu können. Viele Patienten nutzen daher die Möglichkeit einer Patientenverfügung, um selbst zu bestimmen, wie sie beispielsweise im Fall eines Komas oder einer fortgeschrittenen Demenz versorgt werden wollen.

In der Grauzone, die sich zwischen Leben und Tod auftut, gilt im Klinikum Stuttgart das Selbstbestimmungsrecht des Patienten als oberstes Gebot. Die entscheidenden Punkte der Leitlinie zu den Patientenverfügungen sind dabei, dass eine Patientenverfügung nur dann greift, wenn der Patient seine Entscheidungsfähigkeit verloren hat und der niedergeschriebene Wille genau auf die vorliegende medizinische Situation zutrifft. Ebenso wichtig ist, dass der Patient nicht an seine Patientenverfügung gebunden ist, sondern jederzeit seine Meinung ändern kann.

Die Leitlinie wurde durch das Ethik-Komitee des Klinikums Stuttgart erstellt, in dem alle Berufsgruppen vertreten sind. Darüber findet ein intensiver Gedankenaustausch mit dem Institut für Ethik der Universität Tübingen bzw. Herrn Professor Dr. Marckmann statt.

Geschäftsstelle Klinisches Ethik-Komitee

Sonja Schmid
Referentin Klinischer Direktor
Telefon 0711 278-32025
E-Mail: so.schmid@klinikum-stuttgart.de