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Baudokumentation und Baublog
09. Juni 2015

Wasser marsch!

Der Koppentalbrunnen wird wieder in Betrieb genommen

Der Koppentalbrunnen ist wieder aufgebaut und kehrt damit an seinen angestammten Platz zurück. Wegen der umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten auf dem Gelände des Katharinenhospitals zwischen der Kriegsberg- und der Panoramastraße war der denkmalgeschützte Brunnen abgebaut und eingelagert worden, was verhindern sollte, dass er an der Baustelle Schaden nimmt. Der von Gustav Halmhuber entworfene Brunnen stammt aus dem Jahr 1926. Das Glasmosaik des Brunnens wurde von Eugen Hemann gestaltet und soll die Lebenskraft des Wassers und den Glauben der Menschen an dessen heilende Wirkung darstellen. Vom Künstler wurde der Koppentalbrunnen speziell für diesen Ort entworfen, der ein¬mal eine Gabelung wichtiger Wege war und bis heute im Stadtteil bei den Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern viele Emotionen und Erinnerungen weckt. Die städtische Chronik berichtet von einem Koppentalbrunnen bereits im Jahr 1558 und davon, dass 1599 einige Quellen im Koppental gefasst wurden.

 
Kurz vor dem Druck auf den roten Knopf, der das Wasser wieder sprudeln lässt. Mit dabei: Jürgen Mutz, Tiefbauamt der Stadt Stuttgart (li.), Dr. Ralf-Michael Schmitz, Geschäftsführer des Klinikums Stuttgart (2.v.li.), Bürgermeister Werner Wölfle (3.v.li.) sowie Sabine Mezger und Veronika Kienzle, Bezirksvorsteherinnen Nord und Mitte (1. und 2.v.re.)
 
 
 

"Altes und Neues miteinander sinnvoll und ästhetisch zu Verbinden, das ist sicherlich mit dem Wiederaufbau des Koppentalbrunnens gelungen", betonte Bürgermeister Werner Wölfle am Montag (08. Juni 2015) bei der offiziellen Einweihung und Inbetriebnahme des Brunnes, der sich als besonderer Blickfang zwischen den Neubauten des Klinikums Stuttgart einfügt. Für den Geschäftsführer des Klinikums Stuttgart ist der Brunnen gerade mit Blick auf die Anwohner von besonderer Bedeutung. Dr. Schmitz: "Die Neubauten des Klinikums Stuttgart am Standort Mitte haben das Wohnumfeld doch deutliche verändert und so gibt der Koppentalbrunnen dem neuen Ambiente ein Stück seiner ursprünglichen Identität wieder zurück."

Der Brunnen war unter in Kooperation von Hochbauamt und Tiefbauamt der Landeshauptstadt Stuttgart im Februar 2007 abgebaut und in Einzelteile zerlegt mit dem im Ganzen belassenen Glasmosaik in einem Esslinger Steinmetzbetrieb eingelagert worden. Der Aufbau erfolgte im Februar und März 2015. Die Kosten inklusive Teilsanierung belaufen sich auf rund 110.000 Euro.