Aktuell im Klinikum

24.05.2019,

Mehr Hebammen für die Region: Klinikum Stuttgart erweitert Ausbildungskapazitäten um ein Drittel

Das Klinikum Stuttgart stockt die Zahl der Ausbildungsplätze für Hebammen ab Oktober 2019 deutlich auf. Die Hebammenschülerinnen werden im kürzlich fertiggestellten Haus N in einem speziellen Simulationskreißsaal und modernen Unterrichtsräumen optimal auf ihre Praxiseinsätze im Klinikum Stuttgart vorbereitet. Das Haus N ist eine Erweiterung der Akademie für Gesundheitsberufe des Klinikums Stuttgart. Mit dem Neubau zwischen Olga- und Katharinenhospital rückt die Aus- und Fortbildung auch in den räumlichen Mittelpunkt des Klinikums.

Nachdem das Klinikum Stuttgart Ende 2018 bereits mit einem zusätzlichen sechsten Kreißsaal auf die steigende Nachfrage werdender Mütter in der Region reagiert hatte, werden jetzt auch die Ausbildungskapazitäten erweitert. Gemeinsam mit Partnern in der Region bildet das Klinikum ab Oktober jährlich 25 Auszubildende aus. Bislang durften jährlich nur 18 Auszubildende aufgenommen werden.
Prof. Jan Steffen Jürgensen, medizinischer Vorstand des Klinikums Stuttgart, freut sich über die Genehmigung des Regierungspräsidiums Stuttgart: „Im letzten Jahr verzeichneten wir mit 3.500 Geburten einen Höchststand im Klinikum. 2019 wird die Zahl der Geburten nochmals deutlich darüber liegen. Deshalb freue ich mich, dass wir zukünftig noch mehr Nachwuchs ausbilden können, sowohl für unser Perinatalzentrum als auch für die Region.“ Die Räume der Hebammenschule in der Akademie für Gesundheitsberufe des Klinikums wurden gerade für ca. 4 Mio. Euro erweitert und Anfang des Jahres in Betrieb genommen.
Die Hebammenschule am Klinikum Stuttgart wird von Barbara Schmid geleitet: „Wir setzen stark auf die praktische Ausbildung. Das Klinikum Stuttgart bietet hierfür mit der Frauenklinik und Deutschlands größter Kinderklinik, dem Olgahospital, beste Voraussetzungen.“ Die Hebammenausbildung dauert aktuell noch drei Jahre. Etwa zwei Drittel der Ausbildung sind praktisch, finden also beispielsweise im Kreißsaal oder der Mutter-Kind-Station im Olgahospital statt. Im theoretischen Teil stehen Geburtshilfe, Psychologie, Anatomie oder Arzneimittellehre auf dem Lehrplan.

Akademische Hebammenausbildung ab 2020

Ab 2020 wird Deutschland als letztes EU-Land die akademische Hebammenausbildung etablieren. Das wird mit dem „Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung und zur Änderung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (Hebammenreformgesetz, HebRefG)“ geregelt, dessen Entwurf am 15.05.2019 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Das dann vierjährige duale Studium wird mit einem Bachelor Titel abgeschlossen. „Auf diese Änderungen sind wir gut vorbereitet und bieten mit unserem Hochschul-Partner attraktive Studiengänge an“, versichert Schmid.
Hebammen sind wichtige Ansprechpartnerinnen für werdende Mütter und Väter. Im Klinikum Stuttgart wird für unkomplizierte natürliche Geburten der hebammengeführte Kreißsaal sehr stark nachgefragt. Die Integration in ein Haus der Maximalversorgung mit einem der größten Perinatalzentren Deutschlands und allen wichtigen Partnern von der Gynäkologie bis zur Neonatologie bietet gleichzeitig ein Höchstmaß an Sicherheit für einen guten Start ins Leben.


Klinikum Stuttgart
Das Klinikum Stuttgart umfasst das Katharinenhospital, das Krankenhaus Bad Cannstatt und Deutschlands größte Kinderklinik, das Olgahospital. 7.000 Mitarbeiter, darunter 2700 Pflegekräfte und 1000 Ärztinnen und Ärzte, versorgen jährlich rund 90.000 Patienten stationär und 500.000 ambulant. Über 3500 Geburten und mehr als 50.000 Operationen werden jedes Jahr im Klinikum Stuttgart betreut. Die Akademie für Gesundheitsberufe des Klinikums bietet fast 800 Ausbildungsplätze (https://www.klinikum-stuttgart.de/karriere/ausbildung/akademie-fuer-gesundheitsberufe/). Das Katharinenhospital des Klinikums wird zurzeit für 750 Mio. € erneuert.


Bilder: