Aktuell im Klinikum

14.01.2019

Aktion „Ein Herz für‘s Olgäle“ feiert 25-jähriges Bestehen und spendet eine der höchsten Summen seit Gründung

Seit einem Vierteljahrhundert setzt sich die Aktion „Ein Herz für’s Olgäle“ für diejenigen ein, die ein besonders schweres Schicksal durchleben müssen: krebskranke Kinder, die im Olgahospital des Klinikums Stuttgart behandelt werden, deren Familien und Freunde. Für sie werden jedes Jahr unermüdlich Spendengelder gesammelt – durch Aktionen, Veranstaltungen und private Spenden von Bürgern, welche ihr Wechselgeld in Spendenbüchsen von Bäckereien, Metzgereien und anderen Ladengeschäften geben.

Im Jahr 2018 war die Bereitschaft Gutes zu tun besonders hoch: „Wir sind stolz, dass wir dem Olgäle in diesem Jahr einen Scheck über 44.122 Euro und 6 Cent übergeben können“, sagt der Sprecher der Aktion, Joachim Degl. „Jeder Cent, den wir hier für die Kinder gesammelt haben, zählt. Daher möchten wir uns bei all denjenigen bedanken, die in erster Linie nicht nur an sich selbst, sondern vor allem an andere denken.“ Die Spendensumme sei eine der höchsten, die seit Gründung verzeichnet werden konnte.

Spenden finanzieren psychologische Unterstützung für kleine Krebspatienten

Verwendet wird das Geld, um den kleinen Krebspatienten sowie auch ihren Eltern und nahen Angehörigen eine zusätzliche psychologische Unterstützung zu bieten – denn auch wenn vornehmlich der Körper das Opfer einer Krebserkrankung ist, leidet die Psyche erheblich mit.
Die Diagnose löst bei vielen Betroffenen ein Gefühl der Hilflosigkeit, Niedergeschlagenheit und Angst aus. Insbesondere die Eltern leiden mit ihren Kindern mit, einige haben Schlafstörungen oder andere Zeichen psychischer Belastung. In dieser schwierigen Zeit ist Kim Schouten, Psychologin in der Kinderonkologie des Olgahospitals, den Kindern und Eltern eine große Hilfe und ständige Ansprechpartnerin. Diese Leistungen werden jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen, weshalb die Spendengelder zur Finanzierung eingesetzt werden. 

Symbolische Scheckübergabe

Die symbolische Übergabe des Spendenschecks findet am Dienstag, 22. Januar, um 17 Uhr im Foyer der Stadthalle Leonberg (Römerstraße 110) statt. Dieser wird persönlich an den Ärztlichen Direktor der Kinderonkologie im Olgahospital, Prof. Dr. Stefan Bielack, und die Psychologin Kim Schouten überreicht.
„Die Scheckübergabe findet dieses Jahr in Leonberg statt, weil die Aktion viele Berührungspunkte mit der Stadt und dem Altkreis Leonberg hat“, erklärt Degl. „Gerade in der Leonberger Stadthalle konnte in den letzten Jahren durch diverse Veranstaltungen viel erreicht werden, die Aktion wurde bekannter und fand mehr und mehr Unterstützer.“
Eine dieser beliebten Veranstaltungen ist das Benefiztheater der Theatergruppe D‘ RANK-BACHL aus Renningen: Am Sonntag, 10. Februar, um 17 Uhr, spielen sie den schwäbischen Schwank „Drei Weiber ond oi Gockel“ in der Stadthalle Leonberg. Der Erlös kommt der Aktion „Ein Herz für’s Olgäle“ zu Gute. Vorverkaufskarten sind bei der Stadthalle Leonberg oder bei Reserfix erhältlich.

Hintergrund:
Die Aktion „Ein Herz für’s Olgäle“ wurde 1994 als Privatinitiative von Rainer Herrmann gegründet. Sein Wunsch: krebskranken Kindern und ihren Eltern in dieser schwierigen Situation zu helfen und die Arbeit des Olgahospitals zu unterstützen. Nach seinem Tod im Jahr 2011 führen die Mitglieder des Freundeskreises die Aktion mit gleichem Elan und ehrenamtlich weiter: Joachim Degl, Jürgen Degl, Sabine Degl, Wolfgang Schindler, Günther Philippi, Peter Müller, Hildegard Müller, Tanja Kübler, Karl-Peter Heimann und Hendrik Krusch.