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Physiotherapie

Reflektorisches Muskeltraining (Galileo)

Nahaufnahme eines Galileo 2000Patient auf einem Galileo 2000

Der „Galileo 2000“ ist ein Gerät zum reflektorischen Muskeltraining, bei dem der Patient auf einer sinusförmig schwingenden Platte steht. Galileo simuliert die natürlichen, seitenalternierenden (also links und rechts abwechselnden) Muskelreaktionen beim Gehen und Laufen – mit einer Frequenz von bis zu 30 Hertz.

Die Einsatzmöglichkeiten des Galileo erstrecken sich von der Therapie für Osteoporose-Patienten über die Behandlung von Rückenschmerzen und Beckenbodenschwäche bis hin zum Training für Leistungssportler. Bei tieferen Frequenzen wirkt das Training lockernd und schmerzlindernd, bei Frequenzen über 10 Hertz tonisierend, also kräftigend, auf Muskeln und Knochen.

Bei der Anwendung werden die vom Galileo auf den Körper übertragenen Bewegungen in kürzester Zeit zigtausendfach wiederholt; auch zusätzliche Übungen während einer Trainingseinheit werden in ihrer Wirkung um ein Vielfaches verstärkt. Besonders für schwer mobilisierbare, ältere und/oder untrainierte Patienten eröffnet der hohe Wirkungsgrad neue Möglichkeiten. Auf herkömmlichem Wege können viele dieser Patienten ein mit dem Galileo vergleichbares Pensum nicht absolvieren.

Dabei wird in der Physiotherapie des Krankenhauses Bad Cannstatt großer Wert darauf gelegt, dass Galileo immer nur Bestandteil einer umfassenden physiotherapeutischen Behandlung ist – und dass jede Trainingseinheit von einem speziell geschulten Mitarbeiter betreut wird.

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