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Neuroendokrine Pankreastumoren

Neuroendokrine Tumoren der Bauchspeicheldrüse sind seltene Diagnosen. Die Tumore stammen von hormonbildenden Zellen der Pankreasinseln ab und werden je nach Differenzierungsgrad in gutartige oder bösartige Tumore unterteilt.

Darüber hinaus unterscheidet man hormonproduzierende von hormoninaktiven Tumoren. In der Bildgebung unterscheiden sie sich durch ihre starke Gefäßzeichnung vom gewöhnlichen Pankreaskarzinom. Aufgrund spezifischer Oberflächenstrukturen (Somatostatin-Rezeptoren) können nuklearmedizinische Techniken wie SMS-Szintigrafie und DOTATOC-PET-CT sowohl zur Diagnostik als auch zur rezeptorvermittelten Radiopeptidtherapie verwendet werden.

In der Bauchspeicheldrüse stellt das Insulinom den häufigsten neuroendokrinen Tumor dar. Etwas seltener ist das Gastrinom, noch seltener sind Lipome und Glukagonome. In 80-90% der Fälle fallen die Tumore als solitäre kleine rundliche Raumforderungen in der Bauchspeicheldrüse auf und können im Allgemeinen relativ gut von anderen Pankreaskarzinomen unterscheiden werden.

Insulinome treten im Allgemeinen in der 3. bis 6. Lebensdekade auf. Sie sind die häufigsten neuroendokrinen Tumore der Bauchspeicheldrüse, messen im allgemeinen 1-2 cm und finden sich fast nie außerhalb der Bauchspeicheldrüse. In etwa 10% der Fälle sind die Bauchspeicheldrüsen-Insulinome bereits bösartig und haben dann relativ häufig auch schon Absiedlungen im Sinne von Lebermetastasen verursacht. Insulinome sind hormonaktiv, so dass die Diagnose aufgrund der entsprechenden Klinik relativ schnell gestellt wird.

Gastrinome sind deutlich seltener als Insulinome. Auch hier handelt es sich meistens um solitäre Tumore, die sich häufig im Pankreaskopf, darüber hinaus aber auch relativ oft im Zwölffingerdarm befinden.

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