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Virale Hepatitiden

Hepatitis A

Das Hepatitis A-Virus wird fäkal-oral von Mensch zu Mensch übertragen. Häufige Infektionsquellen sind Speiseeis, Obst und Muscheln. Durch eine Impfung kann man sich gegen das Virus schützen.

Die Infektion mit dem Virus ist häufig asymptomatisch. Kommt es aber doch zu einer Erkrankung, klagen Patienten über Müdigkeit, Übelkeit mit Erbrechen, Appetitlosigkeit. Typisch ist das Auftreten einer Gelbsucht. Die Erkrankung heilt in den meisten Fällen spontan aus, nur sehr selten kann die Infektion dramatisch verlaufen, bis hin zum Leberausfall. Nach einer Infektion ist man immun und bedarf keiner Impfung.

Hepatitis B

Das Hepatitis B-Virus wird sowohl sexuell als auch durch Blut („parenteral“) übertragen. Auch für dieses Virus existiert eine Impfung, durch die man sich schützen kann.

Auch hier stehen eher unspezifische Symptome wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit, Fieber, Erbrechen aber auch Gelbsucht im Vordergrund. Ein dramatischer Verlauf der Erkrankung ist möglich.

In seltenen Fällen (5 Prozent) kann die Erkrankung in ein chronisches Stadium übergehen, die Symptome sind häufig unspezifisch. Allerdings können die Leberwerte bei der chronischen Hepatitis B erhöht sein. Zur Diagnose genügt eine Blutentnahme, um das Virus nachzuweisen.

Ein Therapie mit Interferon ist nur noch selten angezeigt, meist werden Patienten mit sogenannten  "Nukleosid- und Nukleotidanaloga" behandelt. Die Auswahl des Medikaments hängt u.a. von der Viruslast oder von früheren antiviralen Therapien ab. Leider kann es zum Auftreten von Resistenzen kommen, so dass das Medikament seine Wirksamkeit verliert, und somit weitere Medikamente zum Einsatz kommen müssen.

Hepatitis C

Die Übertragung des Hepatitis C-Virus erfolgt meist durch Blut, weniger häufig über sexuelle Kontakte. Eine Nachweismethode für das Virus gibt es erst seit 1991, deshalb wurde diese Hepatitis früher auch Non-A Non-B Hepatitis genannt und wurde häufig durch Bluttransfusionen übertragen. Bisher gibt es keine Impfung gegen Hepatitis C.

Die akute Hepatitis C Infektion verläuft meist ohne Symptome, weswegen die Diagnose einer akuten Hepatitis C selten ist. Leider geht bei symptomloser Infektion die Erkrankung häufig in ein chronisches Stadium über. Die Leberwerte können erhöht sein, die Diagnose kann durch eine Blutabnahme gestellt werden.

Therapeutisch werden sogenannte Interferone und das Nukleosidanalogon Ribavirin eingesetzt. Die Viruslast und der Genotyp des Hepatitis C-Virus sowie der Abfall der Viruslast unter Therapie beeinflussen die Dauer der Behandlung, so dass eine Ausheilung schon nach 24 Wochen oder aber erst nach 72 Wochen möglich ist.

Hepatitis D

Eine Hepatitis-D Infektion kann nur bei bestehender Hepatitis B vorkommen.

Hepatitis E

Das Hepatitis-E-Virus wird  fäkal-oral übertragen. Die Infektion erfolgt häufig über verunreinigtes Trinkwasser.

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