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Leistungsspektrum

Pädiatrische Intensivmedizin

Intensivmedizinische Versorgung eines Kindes

Die interdisziplinäre Kinderintensivstation hat 13 Betten (15 Monitorplätze) und versorgt etwa 800 Patienten pro Jahr. Die pädiatrische Intensivmedizin arbeitet mit allen operativen und nicht-operativen Abteilungen des Olgahospitals eng zusammen, was eine übergreifende und lückenlose Behandlung gewährleistet.

Neben der akuten Notfallversorgung unserer Patienten werden schwere und schwerste Krankheitszustände mit besonders aufwendiger Pflege und Therapie behandelt. Kinderintensivmedizin erfordert einen besonders aufwendigen Geräteeinsatz. Unser Team stellt deshalb gerade die Menschlichkeit bei der Betreuung in den Vordergrund. Während des Intensivaufenthaltes können die Eltern ihre Kinder tagsüber jederzeit besuchen. In der Regel ermöglichen wir nach Verlegung von der Intensivstation die Mitaufnahme eines Elternteils (rooming-in).

Diagnostik und Überwachung:

  • Monitoring
  • Röntgendiagnostik
  • Ultraschalluntersuchungen (Sonographie, Echokardiographie)
  • EKG
  • Bronchoskopie
  • EEG (kontinuierlich)
  • BIS (bispektraler Index) - Überwachung der Narkosetiefe
  • Invasive Druckmessungen
  • hämodynamische Messungen (Thermodilution über Pulmonaliskatheter oder transpulmonal)
  • Hirndruckmessung
  • Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIRS) - regionale Sauerstoffmessung
  • zentralvenöse Oximetrie 
  • Biopsien, Punktionen
  • Laboruntersuchungen, z.T. auf Station

Eingriffe vor Ort auf der Station

Gerade bei Intensivpatienten sollte jeder unnötige Transport vermieden werden. Soweit technisch möglich, erfolgen deshalb nahezu alle Untersuchungen und Eingriffe durch erfahrene Kinderintensivmediziner auf der Intensivstation. Auch viele Spezialuntersuchungen werden so direkt am Krankenbett durchgeführt. Ausgenommen sind Untersuchungen mit Großgeräten wie Herzkatheteranlage oder Magnet-Resonanz-Tomograph, die jedoch mit kurzen Transportwegen im Haus möglich sind. Viele Vital-Parameter können im Rahmen des Monitorings kontinuierlich gemessen und aufgezeichnet werden, um frühzeitig Probleme erkennen und darauf reagieren zu können.

Intensivtherapie:

  • Medikamente
    • auf das Alter abgestimmte spezielle medikamentöse Therapien
    • Kombination von hoher Effizienz mit größtmöglicher Sicherheit
  • Verfahren
    • moderne Beatmungskonzepte einschließlich NO, Hochfrequenzoszillation und nichtinvasiver Beatmung (NIV)
    • Betreuung langzeitbeatmeter Patienten
    • Nierenersatzverfahren (Hämofiltration, -dialyse, -diafiltration)
    • Entgiftung (Hämoperfusion), Plasmaaustausch (Plasmapherese)
    • passagere Schrittmachertherapie
    • elektrophysiologische Interventionen
  • Intensivmedizinische Eingriffe
    • Punktion
    • Drainageanlage
    • Katheteranlage

Die Kinderintensivmedizin unterscheidet sich nicht nur in Bezug auf die Größenverhältnisse von der Erwachsenenmedizin. Je nach Alter der Kinder handelt es sich häufig um Erkrankungen, die angeboren sind oder lediglich im Kindesalter auftreten. Kinder können beim Einsatz von Geräten, wie z.B. der maschinellen Beatmung, bei der medikamentösen Therapie oder auch bei Eingriffen nicht wie kleine Erwachsene behandelt werden. Mit viel Erfahrung, großem personellen und bei Bedarf auch apparativen Aufwand ermöglicht die Klinik eine hochspezialisierte und differenzierte Therapie auch beim kleinsten Säugling.

Geringe Infektionsrate

Seit vielen Jahren beteiligt sich die Intensivstation am nationalen Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS). Hier zeigt sich eine im Vergleich erfreulich geringe Infektionsrate. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Krankenhaushygiene desn Klinikums und der Mikrobiologie finden wöchentliche "Hygienevisiten" auf der Intensivstation statt.

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