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Gutartige und bösartige Knochentumoren

Im kindlichen und jugendlichen Alter gibt es eine Vielzahl von knöchernen Tumoren. Glücklicherweise ist die Mehrzahl gutartig. Die verschiedenen gutartigen Veränderungen werden jedoch in unterschiedlichster Weise behandelt.

Exaktes Wissen um die knöchernen Tumoren ist notwendig, um die unterschiedlichen Tumoren im Röntgenbild nicht nur in der Diagnose sondern auch hinsichtlich der Therapie einzustufen. Bei Unklarheit erfolgt stets eine Probeentnahme zur Diagnosesicherung.

Am häufigsten findet man am wachsenden Skelett die juvenile Knochenzyste und das nicht ossifizierende Fibrom. Letzteres bedarf zumeist keiner Therapie und muss nur beobachtet werden. Die juvenile Knochenzyste kann häufig im Rahmen eines Traumas mit einem Bruch des Armes auffallen. Nach Fraktur kann zunächst oft abgewartet werden ob es zur Ausheilung der Zyste kommt. Heilt die Zyste nicht aus so werden Kortisoninjektionen in den Knochen durchgeführt. Gelegentlich muss auch der Knochen zur Stabilisierung mit einem Nagel versorgt werden. Die Auffüllung des Hohlraumes der Zyste ist zumeist nicht notwendig. 

Gutartige Knochenveränderungen

Eine weitere gutartige Knochenveränderung ist die aneurysmatische Knochenzyste. Im Gegensatz zur juvenile Zyste wächst diese jedoch lokal agressiv und bedarf einer Ausräumung mit anschließender Knochenauffüllung. Bei sehr aggressiven Formen kann es auch notwendig sein, einen Knochenanteil zu entfernen. Unterschiedliche rekonstruierende Verfahren kommen dann zum Einsatz. Ein Teil des Wadenbeins welches entnommen wird kann als Knochenersatz dienen. Diese wächst dann ein. Durch das Wachstumspotential im kindlichen Alter kommt es zu einem Knochenumbau mit Adaptation zum weitgehenden Normalzustand.

Bösartige Knochenveränderungen

Andere Tumoren am wachsenden Skelett können jedoch auch bösartig sein. Diese Knochentumoren, treten meist im Kniebereich auf. Am häufigsten kommen das Osteosarkom und das Ewing Sarkom vor. Bei der Verdachtsdiagnose wird stets eine Probeentnahme durchgeführt. Die Betreuung der Kinder erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unserer kinderonkologischen Abteilung.

Nach intensiver Diagnostik wird das Krankheitsbild durch Orthopäden und Kinderonkologen ausführlich erklärt. Das Behandlungskonzept wird durch unsere Kinderonkologen entsprechend dem vorhandenen Tumor ausgewählt. Nach einer eventuell notwendige Chemotherapie  erfolgt je nach Knochentumor ein knöcherner, den Tumor entfernender Eingriffe. Diese kann von der lokalen Entfernung über rekonstruieredende Verfahren bis zu einem Ersatz mit einer Tumorprothese reichen.

Interdisziplinäre Therapieplanung

Auch die Strahlentherapie wird in der Behandlung von Knochentumoren eingesetzt. Für die optimale Behandlung aller bösartigen knöchernen Tumoren ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Onkologen, Strahlentherapeuten und operativen Orthopäden wesentlich. Eine von unseren Kinderonkologen geleitete Tumorkonferenz, in der die Disziplinen Kinderonkologie, Kinderradiologie, Strahlentherapie und Orthopädie vertreten sind, dient der Besprechung des Therapiekonzeptes und trägt entscheidend zum Therapieerfolg bei.

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