Tagesklinik


Anfang 2010 wurden die tagesklinischen Plätze von zehn auf 15 erweitert. Die Tagesklinik befindet jetzt für einige Jahre in Gebäude 3 des Olgahospitals.
Die vergrößerte Tagesklinik bietet als Neuerung Interventionen und Überleitungen von ambulant nach stationär und umgekehrt an. Dieses Konzept eignet sich vor allem für jugendliche Patienten, die bereits wieder zum Schulbesuch in der Lage sind, sich aber die volle Rückkehr in ihren sozialen Alltag noch nicht wieder zutrauen. Die Tagesklinik vertritt ein gruppentherapeutisches auf mittelfristige Dauer und auf Kontinuität angelegtes Konzept. In der Tagesklinik wird die Möglichkeit des täglichen Kontaktes zu den Eltern intensiv genutzt. Punktuell arbeiten die Eltern vor Ort mit ihren Kindern und werden dabei supervidiert.
Die Anmeldung zur Tagesklinik erfolgt über die Institutsambulanz.
Wenn eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht
Tagesklinische Behandlungen eignen sich für mittelschwere, von weiterer Verschlimmerung bedrohte, ambulant nicht mehr beeinflussbare Verhaltensstörungen jeder Art. Andauernde, nicht behebbare belastende Lebensumstände sind eine weitere Voraussetzung. Eine vollstationäre Behandlung sollte noch nicht erforderlich sein.
Der Verzicht auf eine vollständige Trennung vom Elternhaus ergibt aus verschiedenen Gründen besonderen therapeutischen Sinn:
- Bei relativ jungen Kindern
- Bei Familienmitgliedern, denen die Trennung von einem Kind (noch) nicht vorstellbar erscheint
- Zur Ermöglichung intensiver therapeutischer Einbeziehung der Angehörigen in den Therapieprozess, auch in Form alltäglicher Mitwirkung in der Therapiegruppe
- Bei Patienten, deren Familien ausreichend belastbar erscheinen, um täglich mit der Störung ihres Kindes konfrontiert zu werden






