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Leistungsspektrum

Psychosmatische Versorgung

TonwerkzeugeKinderbild mit Strand und Meer

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie gehört seit 2008 zum Zentrum für Seelische Gesundheit des Klinikums, bleibt jedoch dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin (Olgahospital) eng verbunden (kooptiert).

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie baut derzeit eine umfassende psychosomatische Versorgung auf. Standort und Mittelpunkt dieser Versorgung ist das Kinderkrankenhaus Olgahospital. Derzeit leistet die Kinder- und Jugendpsychiatrie auf den Stationen des Olgahospitals vor allem konsiliarische Dienste. Daneben werden wichtige Bereiche der Psychosomatik durch vor Ort befindliche Psychologen abgedeckt, wie zum Beispiel die Betreuung krebskranker Kinder, die Mitbetreuung der Eltern von Frühgeborenen, Schulungsprogramme für Diabetiker und für Kinder mit Asthma.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie wird angefragt bei körperlich kranken Kindern mit psychischen Begleitstörungen wie Angst, Suizidalität, Erregung, Verwirrung und anderen psychisch oder hirnorganisch ausgelösten Bewusstseinsstörungen. Der Konsiliardienst erfasst auch Kinder, deren psychische Probleme körperliche Beschwerden nach sich gezogen haben, etwa in Form von Somatisierungsstörungen oder Essstörungen. Die Kinderpsychiatrie leistet hier die Diagnostik, gibt Empfehlungen und leitet weitere Maßnahmen ein, die dann auf den kinderpsychiatrischen Stationen oder in der Institutsambulanz erfolgen.

Psychosomatisches Behandlungsteam

Ein sowohl kinderpsychiatrisch wie kinderärztlich qualifizierter Oberarzt wird ausschließlich zur psychosomatischen Versorgung auf den pädiatrischen Stationen eingesetzt und ist dort ständig verfügbar. Auf diese Weise können psychosomatische und pädiatrische Methoden enger und verbindlicher aufeinander zugeführt werden. Weiterhin ist vorgesehen, ein psychosomatisches Behandlungsteam aufzubauen, das ab 2012 im neuen Kinderkrankenhaus am Standort Stuttgart-Mitte des Klinikums eine eigene psychosomatische Bettenstation in Betrieb nehmen kann. Erst hierdurch erreicht die Psychosomatik ihre volle Leistungsfähigkeit.

Wichtige Bereiche der psychosomatischen Versorgung sind

  • Mutter-Kind-Interaktionsstörungen bei kindlichen Erkrankungen
  • Leerlaufhandlungen, Tics
  • Angststörungen mit entsprechenden körperlichen Erscheinungen
  • Störungen, die zu selbstverletzendem Verhalten führen
  • posttraumatische Störungen, Störungen nach Missbrauch und Misshandlung
  • Dissoziative Störungen und sogenannte Konversionssymptome
  • Somatisierungsstörungen (gastrointestinale Beschwerden, Erbrechen, Kloßgefühl etc.)
  • Hypochondrische Störungen
  • somatoforme autonome Funktionsstörungen (sogenannte psychovegetative Syndrome z.B. Schwindel, Schlafstörungen, sexuelle Verhaltensprobleme, Schmerzsyndrome, dyspeptische Störungen, Enuresis, Enkopresis usw.)
  • Organkrankheiten mit psychosozialer Komponente (Asthma, Arthritis, Neurodermitis u.a.)
  • Essstörungen (Anorexie, Bulimie)
  • Psychische Folgen von Krankheit und Verletzung, Polytrauma etc.
  • Bewältigung von schwerwiegenden Behandlungsmaßnahmen (z.B. Transplantationen)
  • Psychoonkologie (Wechselbeziehungen zwischen psychischen Prozessen und Verlauf der Krebserkrankung)
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