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Leistungsspektrum

Tumore des Nervensystems

Im Gegensatz zu Tumoren anderen Körperregionen weisen Hirntumore einige Besonderheiten auf. Zum einen durch ihr Wachstumsverhalten, zum anderen durch ihre Lokalisation in einem Organ, welches das Zentrum  unserer Wahrnehmung, unseres Bewusstseins, Denkens, Fühlens und Handelns ist.

Hinzu kommt, dass das Gehirn vom knöchernen Schädel, also einem geschlossenen Raum umgeben ist, so dass früher oder später jeder raumfordernde Prozess zu einer Druckerhöhung im Schädelinneren und folglich Hirndrucksteigerung führt, die eine lebensbedrohliche Situation darstellt.

Hirntumore können in allen Altersgruppen und in allen Regionen des Gehirns vorkommen. Je nach Lokalisation führen sie zu unterschiedlichen Symptomen. Sie weisen ein vielfältiges Verhalten auf. Sowohl gutartige als auch bösartige Geschwulstformen kommen vor. Sie können gut abgrenzbar oder diffus wachsend auftreten. Die meisten Hirntumoren neigen zu rezidivierendem Wachstum, so dass sie über lange Zeiträume beobachtet und behandelt werden müssen.

Schon kleine Tumore in funktionell wichtigen Arealen z.B. dem Sprachzentrum, können erhebliche klinische Ausfälle hervorrufen. Umgekehrt können Tumore in weniger eloquenten Arealen lange Zeit unerkannt bleiben und somit gigantische Ausmaße erreichen.

Hirntumore können hauptsächlich in zwei große Gruppen unterteilt werden: die primären hirneigenen Tumore und die Metastasen.

Weitere Informationen

Minou Nadji-Ohl
Oberärztin, Leiterin Neuroonkologie
Tel.: 0711 278-33706
E-Mail: m.nadji-ohl@klinikum-stuttgart.de

Therapie

Die optimale Behandlung dieser vielfältigen Tumorarten setzt eine individuelle Therapieplanung unter Ausnutzung aller derzeit etablierten diagnostischen und operativen Verfahren voraus.

In unserer Klinik werden alle Arten von Hirntumore operiert und behandelt. Die exklusive Ausstattung unserer Operationsräume erlaubt eine präzise und sichere Vorgehensweise, bei der alle Kriterien der minimal invasiven OP-Verfahren berücksichtigt und angewendet werden. Auch spezielle Verfahren, wie die fluoreszenzgestützte Resektion mit 5-ALA (Aminolevolin Säure) finden ihren Einsatz bei der Operation von hirneigenen Tumoren.

Bei Tumoren in eloquenter Lokalisation besteht die Möglichkeit der Durchführung einer „Wach-Operation“. Hierbei bleibt der Patient während der Operation wach, so dass zu jeder Zeit eine Beurteilung wichtiger Funktionen wie Sprache oder Motorik möglich ist.

Bei tief gelegenen, nicht resektablen Tumoren kann mit Hilfe der stereotaktischen Biopsie Gewebe zur histologischen Sicherung gewonnen werden.

Bezüglich der speziellen Therapiemöglichkeiten bei Hirntumoren verweisen wir auf unsere interdisziplinär erarbeiteten „Empfehlungen zur Therapie und Nachsorge bei primären Hirntumoren und ZNS-Metastasen“

Empfehlungen zur Therapie und Nachsorge bei primären Hirntumoren und ZNS-Metastasen
Empfehlungen als PDF (104 KB)

Weitere Informationen zur Behandlung
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