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PET/CT mit neuen Radiopharmaka (Cholin, FET, FDOPA, Fluorid)

Die kombinierte Bildgebung mit der Positronen-Emissions-Tomographie und dem Computertomographen (PET/CT) funktioniert mit einer Reihe von PET-Radiopharmaka. Beispielsweise hat die funktionelle molekulare Bildgebung des Prostatakarzinoms mit dem Einsatz radioaktiv markierter Cholinderivate erhebliche Fortschritte in den vergangenen Jahren erzielt.

Insbesondere in diagnostischen Problemfällen kann die 18F-Cholin-PET/CT häufig das Karzinom lokalisieren und damit eine gezielte, erneute Biopsie ermöglichen. Der Ausbreitungsgrad des Prostatakarzinoms ist mit konventioneller Bildgebung häufig schwierig zu erfassen, auch hier bietet die PET/CT entscheidende Vorteile. Cholinderivate werden außerdem in ca. 60 bis 70 Prozent der Lokalrezidive gespeichert und können zur Lokalisationsdiagnostik des zurückkehrenden Prostatakarzinoms bei Patienten eingesetzt werden, bei denen ein Anstieg des prostataspezifischen Antigens (PSA Wert) nach einer radikalen Prostatektomie zu verzeichnen ist.

Leistungsfähig in der Diagnostik von Hirntumoren

Die PET-Bildgebung mit radioaktiv markierten Aminosäuren hat sich in zahlreichen Studien als sehr leistungsfähig in der Diagnostik von Hirntumoren (Gliomen) erwiesen. Insbesondere die Substanz 18F-Fluorethyltyrosin (FET) ist für den breiten klinischen Einsatz geeignet. Sie bietet eine spezifischere Darstellung der Lokalisation und Ausdehnung des soliden Gliomgewebes als die Magnetresonanztomographie (MRT). Dies kann bei der Planung einer Biopsie, eines neurochirurgischen Eingriffs und einer Bestrahlung sehr hilfreich sein. Des Weiteren können Tumorrezidive von posttherapeutischen Veränderungen mit hoher Spezifität differenziert, wertvolle prognostische Informationen bei niedriggradigen Gliomen gewonnen und Therapieeffekte frühzeitig beurteilt werden.

Die 18F-Fluordopa-PET/CT-Bildgebung wird sinnvoll und vielversprechend zur Diagnostik des medullären Schilddrüsenkarzinoms (insbesondere in der Rezidivsituation) sowie zur Lokalisationsdiagnostik bei Insulinomen eingesetzt.

Mit radioaktivem 18Fluorid kann der Knochenstoffwechsel und damit Knochenläsionen mit erhöhtem Stoffwechsel wie zum Beispiel Entzündungen, Frakturen aber auch Metastasen sehr genau dargestellt werden. Dieses Verfahren ist sensitiver als die herkömmliche Skelettszintigraphie und eignet sich vor allem für die Bildgebung von umschriebenen Befunden zum Beispiel für die Lokalisationsdiagnostik von Arthritiden im Hand- oder Fußwurzelbereich vor einer geplanten Arthrodese (Gelenkversteifung) aber auch zu einer sensitiveren Darstellung von Knochenmetastasen.

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