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Chirurgie der Speiseröhre

Die Behandlung von Speiseröhrenkarzinomen wird interdisziplinär in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Gastroenterologie, Onkologie und Anästhesie bzw. Schmerztherapie durchgeführt. Alle Patienten werden im Rahmen einer einmal wöchentlich stattfindenden gemeinsamen Tumorkonferenz diskutiert und die Behandlung entsprechend den aktuellen Standards festgelegt.

Seit 1985 wurden in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Katharinenhospitals mehr als 1.100 Patienten wegen einer bösartigen Erkrankung der Speiseröhre operiert. Zur Verfügung steht das gesamte Spektrum der chirurgischen Therapie. Hierzu zählen die von der Bauchhöhle aus durchgeführte (transhiatale) und die von Bauchhöhle und Brustkorb aus durchgeführte (abdominothorakale) Entfernung (Resektion). Die Speiseröhre wird durch einen Magenhochzug oder Einfügen von Dünn- oder Dickdarm ersetzt.

Isolierte, den Halsteil der Speiseröhre betreffende bösartige Tumoren werden in Zusammenarbeit mit der Hals-Nasen-Ohren-Klinik durch Entfernung des oberen Speiseröhrenanteils und Dünndarmeinfügung behandelt (freies Transplantat mit mikrochirurgischem Anschluss an die großen Halsgefäße).

Chronische Refluxerkrankung der Speiseröhre, Thoraxmagen

Die Refluxerkrankung (Rückfluss der Magensaftes in die Speiseröhre) tritt in aller Regel im Rahmen von Zwerchfellbrüchen auf und kann zu chronisch entzündlichen Veränderungen im Bereich der Speiseröhre führen, die sich für den Patienten als Sodbrennen zeigen. Als Ursache findet sich in aller Regel ein unzureichender Verschluss zwischen Speiseröhre und Magen, häufig begünstigt durch einen Zwerchfellbruch (Hiatushernie), der dazu führt, dass sich der obere Anteil des Magens im Brustkorb befindet.

Die Behandlung der Refluxkrankheit ist eine Domäne der konservativ-internistischen Therapie. Nur ein sehr kleiner Teil der Patienten mit Sodbrennen muss sich einer chirurgischen Therapie unterziehen, so dass die Entscheidung für eine Operation stets in enger Abstimmung mit den Kollegen der Gastroenterologie und nach ausgiebiger Diagnostik erfolgen sollte. Eine Ausnahme sind Patienten, die in bestimmten Situationen (Bücken, Liegen) einen starken Rückstrom von Mageninhalt in die Speiseröhre und den Rachen bemerken, und Patienten, bei denen sich größere Anteile des Magens im Brustkorb befinden (Upside-down-Magen, Thoraxmagen). Bei diesen Patienten ist eine medikamentöse Therapie im Allgemeinen nicht hilfreich und eine operative Korrektur erforderlich.

Die operative Therapie der Refluxkrankheit und auch des Upside-Down-Magens erfolgt bis auf wenige Ausnahmen minimalinvasiv. Dabei wird der Magen in den Bauchraum zurückverlagert, der Bruch verschlossen und durch Bildung einer Magenmanschette um die Speiseröhre der Verschluss des Magens erreicht.

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