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Chirurgie der Bauchspeicheldrüse

Die Chirurgen der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Standort Katharinenhospital verfügen über sehr große Erfahrungen in der komplexen Chirurgie der Bauchspeicheldrüse.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse werden oft erst spät diagnostiziert, da das Organ tief im Bauchraum liegt und Beschwerden oft zu lange nicht mit der Bauchspeicheldrüse in Verbindung gebracht werden. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert Verdauungsenzyme und ist für die Insulinproduktion verantwortlich. Im Wesentlichen können zwei große Krankheitsbilder an der Bauchspeicheldrüse auftreten: der Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) und die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).

Pankreaskarzinom

Das Pankreaskarzinom steht bei den durch Krebs verursachten Todesfällen weltweit an vierter bis fünfter Stelle. In den internationalen Krebsstatistiken steht es in der Häufigkeit an 8. Stelle und zeigt in den vergangenen Jahrzehnten weltweit eine kontinuierliche Zunahme. Die Häufigkeit der Erkrankung liegt in den Vereinigten Staaten von Amerika und im nördlichen Europa beträgt acht bis elf Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und Jahr, wobei der Häufigkeitsgipfel der Erkrankung zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr liegt und Männer doppelt so häufig erkranken wie Frauen.

Trotz des Einsatzes der modernen Medizin hat das Pankreaskarzinom eine schlechte Prognose. Ursachen hierfür sind die unzureichenden Möglichkeiten der Früherkennung und das Fehlen wirksamer konservativer Behandlungsmöglichkeiten. Ein anderer Grund ist die frühzeitige Metastasierung, die ein wesentliches klinisches Charakteristikum des Pankreaskarzinoms darstellt.

Aufgrund der anatomischen Lage der Bauchspeicheldrüse tief im Abdomen treten klinische Symptome oft erst dann auf, wenn der Tumor bereits in benachbarte Organstrukturen eingewachsen ist. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind die meisten Tumoren lokal fortgeschritten und nicht mehr resektabel oder haben bereits metastasiert. Eine Behandlung erfordert daher viel Erfahrung, die vor allem in großen Zentren vorhanden ist.

Chronische Pankreatitis

Die chronische Pankreatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. In der westlichen Welt erkranken bis zu zehn von 100.000 Menschen pro Jahr, darunter immer häufiger auch Frauen. Häufigste Ursachen der Erkrankung sind regelmäßiger Alkoholgenuss und Gallensteine. Durch chronisch entzündlichen Umbau der Drüse in fibrotisches Gewebe kommt es zunächst zu einem Fehlen von Verdauungsenzymen im Dünndarm mit Durchfall und sogenannten Gär- und Fettstühlen. In fortgeschrittenem Zustand kommt es zum Auftreten einer Zuckerkrankheit in Folge fehlender Insulinproduktion (Diabetes mellitus). Neben dem Funktionsverlust der Drüse führt die Erkrankung zu mechanischen Komplikationen wie der Bildung von pankreatischen Pseudozysten, Einengung des Magenausgangs und Gelbsucht. Leitsymptom der Erkrankung ist aber das medikamentös nur schwer beherrschbare chronische Schmerzsyndrom, auf Grund dessen etwa 50 Prozent der Patienten im Laufe ihres Lebens eine chirurgische Therapie benötigen.

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