Schädelbasischirurgie
Tumoren der Nase und der Nasennebenhöhlen können frühzeitig die vordere Schädelbasis oder die eng benachbarten Augenhöhlen erreichen. Unsere umfangreiche Ausstattung mit Winkeloptiken und speziellen Mikroinstrumenten macht es möglich, diese Tumoren häufig auf rein endoskopischem Weg und navigationskontrolliert mit höchster Präzision und Sicherheit zu entfernen. Bei den seltenen „invertierten Papillomen“, einem gutartigen Tumor der Nase, verfügen wir zwischenzeitlich zahlenmäßig über die europaweit größten Erfahrungen mit über 250 behandelten Patienten.
Für große Tumoren, die die Schädelbasis erreicht oder überschritten haben (Bild 1), hat sich ein in unserer Klinik eigens entwickelter operativer Zugangsweg zur Rhinobasis bewährt. Bei den häufig sehr ausgedehnten Eingriffen am Gesichtsschädel können später sichtbare Narben häufig vermieden werden, indem Hautschnitte in die behaarte Kopfhaut oder in die Schleimhaut des Mundvorhofes gelegt werden, sodass neben den onkologischen und funktionellen Prinzipien auch ästhetische Gesichtspunkte gewahrt bleiben.
Differenzierte Operationsvorbereitung
An der seitlichen Schädelbasis sind neben den bösartigen Erkrankungen des äußeren Ohres in besonderem Maße die gutartigen Tumore des Mittelohres, überwiegend Glomustumoren (Bild 2), ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Die Diagnostik dieser sehr blutreichen Tumoren erfolgt mit modernster angiographischer Technik in der Neuroradiologischen Klinik am Katharienhospital. Dort werden auch in Vorbereitung auf die Operation gezielt die zuführenden Blutgefäße verschlossen (Embolisation). Die den Tumor umgebenden wichtigen Hirnnerven (Gesicht- und Zungennerv, die Schlucknerven und der Schulternerv) können durch ein elektrophysiologisches Monitoring während der Operation kontrolliert und ihre wichtigen Funktion erhalten werden.






