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Kniegelenksendoprothetik

Bild links: nickelfreie Knieendoprothese aus Oxinium
Bild rechts: Oxford-Schlittenprothese

Das Kniegelenk mit seiner komplexen Struktur aus Bändern, Menisken, Knorpeln, Knochen und Schleimhäuten ist sehr verschleißanfällig. Häufigste Ursache für einen solchen Verschleiß ist eine Arthrose, eine langsame Abnutzung und Zerstörung der Knorpelflächen im Gelenk.

Schlittenprothesen – Teilersatz des Kniegelenks

Ist nur der innere Gelenkanteil betroffen, kann ein teilendoprothetischer Ersatz des inneren Gelenkspaltes erfolgen – eine sogenannte Schlittenprothese. Im Ausnahmefall werden Schlittenprothesen auch zur Überkronung des äußeren Gelenkspaltes eingesetzt. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv. Bei Patienten mit einer chronisch instabilen Bandverletzung kommt dieses Verfahren nicht in Frage. Außerdem müssen der Außenminiskus und der äußere Teil des Knies, insbesondere der Knorpelzustand der Gelenkflächen, intakt sein.

Oberflächenersatzprothese

Meist sind jedoch der äußere und innere Gelenkanteil verschlissen. Der bicondyläre Oberflächenersatz ist eine der akzeptiertesten Behandlungsverfahren für Kniegelenksarthrosen und führt zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität. Dabei werden die schmerzenden oberflächlichen Knorpel- und Knochenschichten entfernt und mit Metallschalen überkront, die fest mit dem Knochen verankert werden. Um die Meniskusfunktion zu ersetzen, wird zwischen den Metallschalen ein Inlay eingebracht, das aus hochvernetztem Kunststoff besteht. Die Operation kann bei uns konventionell, minimalinvasiv und auch mit Hilfe moderner Navigationsgeräte erfolgen.

Knieendoprothesen mit frauenspezifischen Adaptationen – Gender Komponenten

Das Frauenknie weist andere anatomische Charakteristika auf als das Männerknie. Mittlerweile bietet die Industrie besondere Knieendoprothesen mit frauenspezifischen Adaptationen. Mit den sogenannten „Frauenprothesen“ wird versucht, der besonderen Anatomie der Frau Rechnung zu tragen und die postoperative Funktion zu verbessern. In der Region Stuttgart wurde die erste Implantation einer solchen Prothese im Juni 2007 in unserer Klinik durchgeführt.

High-Flex-Knie

Endoprothesen mit erhöhter Beugefähigkeit (High-Flex-Knie) sind für sportliche Patienten oder Patienten mit speziellen Gebetstechniken gedacht. Die Mehrheit der normalen Knieendoprothesensysteme erlauben rein technisch maximal 120 Grad Beugung. Das in unserer Klinik zur Verfügung stehende Zimmer-Nex-Gen-System und das Journey-Smith and Nephew-System lassen technisch durch ihr Design postoperative Beugestellungen von bis 150 Grad zu.

Knieprothesen die Rollen und Gleiten

Durch Oberflächenersatzprothesen die das normale Rollen und Gleiten des Kniegelenks imitieren, wird versucht, eine längere Haltbarkeit und weniger postoperative Schmerzen zu erreichen.

Allergieknie – Nickelfreie Implantate

Allergikern werden spezielle nickelfreie Implantate, zum Beispiel aus Oxinium, eingesetzt. Bei Oxinium handelt es sich um eine metallische Legierung aus Zirkonium und Niob mit einer dünnen reinkeramischen Oberfläche.

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