Dermatologische Onkologie und plastische Dermatochirurgie einschließlich Dermatohistopathologie
Einen Schwerpunkt der Klinik für Dermatologie und Phlebologie bildet die operative Dermatologie zur Behandlung aller Hauttumoren. Neben den klassischen Techniken, wie dem Entfernen von Gewebe (Excision) und freien Hauttransplantationen, werden vor allem Techniken der plastischen Dermatochirurgie angewandt, um optimale kosmetische Ergebnisse zu erzielen. Diese Operationsverfahren erfordern üblicherweise nur kurze stationäre Krankenhausaufenthalte.
Durch die Einführung der Sentinel node biopsy (Wächterlympfknoten) kann heute die Prognose eines Melanoms (Schwarzer Hautkrebs) deutlich besser eingeschätzt werden. Melanome im Stadium III (Lymphknoten-Mitbeteiligung bzw. Intransitmetastasen) werden heute nach adäquater chirurgischer Intervention durch eine adjuvante Interferon-Therapie begleitet. Für Melanome im Stadium IV (Organmetastasen) gibt es verschiedene immunologische und chemotherapeutische Behandlungsstrategien. In Einzelfällen, bei denen eine experimentelle Therapie in Frage kommt, hat sich eine enge Zusammenarbeit mit den Universitäts-Hautkliniken Erlangen und Tübingen entwickelt.
Therapiealternativen
In der Behandlung von Praekanzerosen (z.B. solare Keratosen, Morbus Bowen etc.) haben sich in den letzten Jahren verschiedene konkurrierende Methoden etabliert. Neben der Shave-Excision sind vor allem Lasertechniken (Erbium-Yag-Laser und CO2-Laser), die photodynamische Therapie (Kombination aus lokaler Deltaaminolevulinsäure und Infrarotlicht) sowie potente Externa (z.B. Imiquimod) hinzugekommen.
Einen wesentlichen Beitrag zur Effektivität der Behandlung von Hauttumoren liefern in unserer Klinik dermatohistopathologische Untersuchungen im eigenen Labor. Dadurch können Untersuchungszeiten drastisch abgekürzt und die Diagnosestellung beschleunigt werden.






