Intensivmedizin
Die konservative interdisziplinäre Station für Intensivmedizin des Bürgerhospitals versorgt lebensbedrohlich erkrankte Patienten, insbesondere aus den Gebieten der Inneren Medizin, Neurologie sowie Psychiatrie.
Es werden Krankheitsbilder behandelt, die einer sofortigen und engmaschigen Überwachung einerseits und einer aggressiven und aufwändigen Behandlung andererseits bedürfen. Dabei besteht die sehr enge Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik und dem Zentrum für Seelische Gesundheit des Hauses.
Die Intensivstation ist an jedem dritten Tag zusammen mit der Intensivstation des Robert-Bosch-Krankenhauses für alle in Stuttgart auftretenden Notfallerkrankungen im Bereich der Inneren Medizin zuständig, die intensivmedizinsicher Behandlung bedürfen. Ein hoher Anteil der Patienten mit neurologischer Grunderkrankung (Gehirnblutungen, Schlaganfälle mit schweren Komplikationen, epileptische Anfälle, Gehirn- und Gehirnhautentzündungen, Nervenentzündungen, Muskel- und Nervenlähmungen) muss oft über Wochen und Monate maschinell beatmet werden.
Weitere Schwerpunkte
Weiterhin spielen Erkrankungen des Kreislaufs (Kreislaufschock) und des Herzens (Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche), der Lunge (Lungenentzündung, chronische Bronchitis, Lungenembolie), des Magen-Darm-Traktes (Blutungen aus Magengeschwüren und Varizen der Speiseröhre, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse), der Niere (akutes Nierenversagen) und insbesondere schwere Infektionen aller Organe (Sepsis) mit daraus folgendem Organversagen eine Hauptrolle.
Ein weiterer Schwerpunkt sind Vergiftungen aller Art (unter anderem mit Alkohol, Beruhigungsmitteln, Drogen), welche anfangs überwiegend auf der Intensivstation behandelt werden.
Intensivstation mit zwölf Betten und sieben Beatmungsplätzen
Insgesamt werden jährlich etwa 1.000 bis 1.200 Patienten auf der Intensivstation behandelt, bei einer durchschnittlichen Verweildauer von unter drei Tagen, aber auch teilweise erheblich längeren Behandlungszeiten bis mehreren Wochen. Um diese Aufgaben bewältigen zu können, verfügt die Station über zwölf Betten mit sieben Beatmungsplätzen. Leiter der Intensivstation ist im ärztlichen Bereich Dr. Jochen Sinner (Oberarzt der Medizinischen Klinik 3). Zum ärztlichen Team gehören ferner eine Fachärztin für Innere Medizin, vier Assistenzärzte in Rotation sowie ein ständig verfügbarer Facharzt der Neurologischen Klinik. Im pflegerischen Bereich sind derzeit 20 Pflegekräfte tätig.






