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Leistungsspektrum

Frühbehandlung

Das Angebot der Station 10-1A als Frühbehandlungsstation richtet sich an junge Erwachsene bei denen der Verdacht auf eine beginnende psychische Erkrankung besteht. Hierzu zählen vor allem schizophrene Störungen, schizoaffektive Störungen, Depressionen, manisch-depressive Störungen, Angst- und Zwangsstörungen sowie Persönlichkeitsstörungen.

Aufnahmen auf die Station 10-1A erfolgen sowohl durch unsere psychiatrische Institutsambulanz (PIA) bzw. den niedergelassenen Arzt, oder es erfolgt die Übernahme von der Akutstation nach vorübergehender Krise. Ziel der Therapie ist neben der Wiederherstellung der psychischen Gesundheit und dem möglichst vollständigen Abklingen der Krankheitssymptome die soziale und berufliche Wiedereingliederung. Die zum Einsatz kommenden therapeutischen Methoden sind klinisch und wissenschaftlich validiert und erfolgen leitliniengerecht.

Frühdiagnostik
Das Hauptanliegen der Frühdiagnostik ist die möglichst rasche Identifikation einer psychischen Ersterkrankung. Ein möglichst frühzeitiger Behandlungsbeginn soll die Erkrankungsdauer verkürzen und damit die Prognose verbessern.

Frühbehandlung
Durch die Frühbehandlung der psychischen Erkrankungen kann nicht nur die Symptomatik frühzeitig zum Abklingen gebracht werden, es können auch die Beeinträchtigung von psychischen Entwicklungsaufgaben sowie die Gefahr der Chronifizierung der Erkrankung vermieden werden. Die mit der unbehandelten Erkrankung verbundenen sozialen Probleme im familiär-partnerschaftlichen wie schulisch-beruflichen Bereich können reduziert und therapeutisch möglichst wiederhergestellt werden.

Kooperation
Um die Diagnostik und die Palette der Therapiemöglichkeiten möglichst optimal zu gestalten, wird zur Zeit die Kooperation zwischen der Jugendlichen-Station der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Stuttgart (Chefarzt Prof. Dr. du Bois) mit der Station 10-1A aufgebaut. Durch die Zusammenarbeit können über die Altersgrenzen hinweg die Behandlung kindlicher Entwicklungsdefizite ebenso, wie die erforderlichen beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen in den therapeutischen Gesamtplan integriert werden.

Multiprofessionelles diagnostisches und therapeutisches Angebot
Die Station 10-1A bietet mit ihrem multiprofessionellen Team, bestehend aus Ärzten, Psychologen, psychiatrischer Fachpflege, Sozialarbeiter, Ergo- und Arbeitstherapeuten für diese Patientengruppe ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Angebot sowie Maßnahmen der psychosozialen Reintegration.

1. Diagnostik

  • Psychiatrische Untersuchung und Erhebung der psychopathologischen Symptome und ihrer Entwicklung, der Lebensgeschichte mit Sozial- und Familienanamnese sowie die Entwicklung von Hypothesen über die bio-psycho-soziale Ursache der Erkrankung
  • Spezielle testpsychologische Verfahren und strukturierte klinische Interviews
  • Entwicklung eines Verstehens- und Behandlungsmodells der psychiatrischen Erkrankung gemeinsam mit dem Patienten
  • Somatische Ausschlussdiagnostik durch körperliche und neurologische Untersuchung, Labor, Elektroenzephalogramm (EEG), cranielle Computertomografie (CCT), Magnetresonanztomografie (MRT), Liquoruntersuchung (LP) und ggf. konsiliarische Mitbeurteilung somatischer Zweiterkrankungen

2. Behandlung

  • Erstellen eines individuellen Therapieplans unter Einsatz biologischer, psychotherapeutischer und soziotherapeutischer Verfahren
  • Psychotherapeutische Einzelgespräche 
  • Ausführliche diagnostische, prognostische und therapeutische Beratungsgespräche für Patienten und Angehörige in der Frühphase (Prodromalphase) einer psychiatrischen Erkrankung
  • Einzel- und Gruppenvisiten
  • Störungsspezifische Psychoedukationsgruppen 
  • Training sozialer Kompetenzen 
  • Problemlösegruppe
  • Selbstsicherheitstraining 
  • Sozialarbeiterische Einzelberatung und Hilfe
  • Paar- und Familiengespräche
  • Angehörigengruppe 
  • Pflegegespräche
  • Kognitives Training
  • Ergotherapie
  • Bewegungstherapie
  • Morgensport
  • Sport- und Spielgruppe
  • Entspannungsverfahren
  • Psychomotorik
  • Qi-Gong

3. Psychosoziale Reintegration

  • Die letzte Behandlungsphase ist geprägt von einer zunehmenden Belastungserprobung unter fortgesetzter therapeutischer Begleitung
  • Arbeitstherapie
  • Arbeitsversuche am Arbeitsplatz bzw. Ausbildungsplatz
  • Gestufte berufliche bzw. schulische Wiedereingliederung
  • Vorbereitung und Vermittlung von Rehabilitationsmaßnahmen
  • Sozialarbeiterische Leitung bei verschiedenen ambulanten Hilfsangeboten
  • Enge Vernetzung mit den extramuralen gemeindepsychiatrischen Zentren
  • Vorbereitung der nachstationären psychiatrischen, psychotherapeutischen, soziotherapeutischen Behandlung 
  • Überleitung der Behandlung in unsere Tagesklinik oder Ambulanz, wo begleitende Angebote wie Ergo-, Kunst- und Arbeitstherapie sowie Psychoedukation auch über die stationäre Behandlung hinaus zur Verfügung stehen.

Duale Teamleitung
Oberarzt: Dr. Steffen Creuz
Telefon: 0711 278-22805
E-Mail: s.creuz@klinikum-stuttgart.de

Stationsleitung: Frau  Christiane Scheihing
Telefon: 0711 278-42834
E-Mail: c.scheihing@klinikum-stuttgart.de

Ergotherapie

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