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Leistungsspektrum

Chronisch psychisch Kranke

Station 5-3 ist eine offen geführte Station für chronisch psychisch Kranke, die in der Regel an einer schizophrenen Störung leiden und die in eine Krise geraten sind. Ziel ist die hilfreiche Entlastung und die affektive Entaktualisierung psychotischen Erlebens. Das Stationsmilieu reduziert Außenreize und Stressoren und ist in besonderem Maße reizarm. Zugleich soll während der Behandlung ein enger Kontakt zum eigenen Lebensalltag, zum Gemeindepsychiatrischen Zentrum bzw. zur koordinierenden Bezugsperson gehalten werden, damit eine soziale Wiedereingliederung nach Abklingen der Krise möglichst rasch erfolgen kann. Betreut werden die Patienten von einem multiprofessionellen Team bestehend aus Ärzten, Fachpflege, Sozialarbeitern, Ergo- und Physiotherapeuten.

Der therapeutische Prozess gestaltet sich wie folgt:

1.Schritt:
Die Aufnahme erfolgt entweder nach Vorbehandlung auf der Akutstation der Klinik für Spezielle Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie oder von außerhalb der Klinik über die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA), über die Vermittlung des Betreuten Wohnens oder über niedergelassene Psychiater. Die Station 5-3 ist als "Patenstation" zuständig für das Kliniknahe Wohnen, ein offenes Wohnheim, das mit zwölf Plätzen für chronisch psychisch Kranke zur Verfügung steht, die eine enge Verbindung mit den therapeutischen Möglichkeiten der Station bzw. der Klinik benötigen. Eine ausführliche Krankengeschichte und eine Analyse der Rückfallfaktoren werden zu Beginn der Behandlung unter Einbeziehung der Familie, der Betreuer und der koordinierenden Bezugsperson erhoben.

2.Schritt:
Die individuelle Behandlung kombiniert vor allem soziotherapeutischen Maßnahmen, stützende Psychotherapie und die möglichst nebenwirkungsfreie Optimierung der Pharmakotherapie. Der Therapieplan ist niederschwellig und orientiert sich an den krankheitsbedingten Einschränkungen und den noch vorhandenen Ressourcen. Ärztliche Visiten begleiten durch den Behandlungsprozess und helfen, das Behandlungsziel im Blick zu behalten. Der Rahmen der Station vermittelt Tagesstruktur und regt eine schonende Aktivierung an. Das Pflegeteam begleitet den Therapieprozess mit pflegetherapeutischen Maßnahmen. Jedem Patienten steht eine Bezugspflegekraft zur Seite. Die Beratung durch den Kliniksozialdienst hilft bei Problemen mit Behörden und Ämtern. Zur Klärung der Wohnsituation sind Hausbesuche möglich. Ausgänge sind von Anfang an, entweder in Begleitung oder alleine, im Gelände möglich.

3.Schritt:
Behandlungsziel ist neben der Besserung der psychischen Symptome vor allem die Reintegration in den gemeindenahen Lebensalltag. Dies wird unterstützt durch Belastungssteigerungen sowie Arbeitsversuche in Werkstatt und Reha oder am Arbeitsplatz. Dazu kommen Übernachtungen zu Hause und Wiederaufnahme von Alltagsaktivitäten. Patienten, die eine koordiniernde Bezugspersonen benötigen, werden an die zuständigen Gemeindepsychiatrischen Zentren vermittelt oder erhalten zusätzliche Hilfsangebote, wie Selbsthilfegruppen oder Kontakte zu "Psychiatrieerfahrenen". Die Weiterbehandlung z.B. durch die Psychiatrische Institutsambulanz der Klinik für Spezielle Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie wird bei Entlassung nahtlos vermittelt.  

Therapieangebot

  • Ärztliche Visitengespräche
  • Einzelgespräche
  • Gespräche mit Angehörigen
  • Gespräche mit Betreuer oder koordiniernder Bezugsperson
  • Ergotherapie
  • Physiotherapie
  • Kognitives Training
  • Mediengruppe
  • Bewegungsgruppe
  • Außenaktivität
  • Psychoedukation
  • Arbeitstherapie
  • Sozialsprechstunde

Duale Teamleitung
Oberärztin: Frau Dr. Irmgard Winter
Tel.: 0711/278-42803
E-Mail: i.winter@klinikum-stuttgart.de
 
Stationsleitung: Herr Dedo Dervisevic
Tel.:  0711/278-22853
Mail:  d.dervisevic@klinikum-stuttgart.de 

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