Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

P.A.R.T.Y. Programm – Unfallprävention für Jugendliche

Unfallprävention für Jugendliche Impression Nr. 1
Unfallprävention für Jugendliche Impression Nr. 2
Unfallprävention für Jugendliche Impression Nr. 3
Unfallprävention für Jugendliche Impression Nr. 4
Unfallprävention für Jugendliche Impression Nr. 5
Unfallprävention für Jugendliche Impression Nr. 6

Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie bietet zwei Mal im Jahr das weltweit erfolgreiche P.A.R.T.Y. Programm zur Unfallprävention für Jugendliche an. Zielgruppe sind Schulklassen mit Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren. Beteiligt sind die Kooperationspartner Polizeipräsidium Stuttgart, Feuerwehr Stuttgart, DRK Stuttgart, Daimler AG Unfallforschung Sindelfingen sowie das Sanitätshaus Glotz.

Jeder Verletzte und Verstorbene ist einer zu viel, ist die Motivation für die Etablierung des Programms in Stuttgart. Besonders tragisch ist es, wenn junge Menschen wegen einer Unachtsamkeit oder bewusster Nachlässigkeit ihr Leben aufs Spiel setzten und lebenslange Folgen tragen müssen.

Kern des Programms ist der „P.A.R.T.Y. Tag“, bei dem Schulklassen einen Tag in der Unfallklinik verbringen und dort die verschiedenen Stationen eines (Schwer-)Verletzten erleben. Die Exkursion umfasst: Rettungswagen, Unfallmobil, Schockraum, Intensivstation, Normalstation der Unfallchirurgie, Physiotherapie, Präventionsvortrag der Polizei sowie Bericht eines Unfallopfers.

P.A.R.T.Y. ist eine Abkürzung für „Prevent Alkohol and Risk Related Trauma in Youth“. Frei übersetzt geht es um die Prävention von durch Alkohol und risikoreiches Verhalten verursachte Verletzungen („Traumen“) bei Jugendlichen.

Die Grundidee des Projektes wurde 1986 in der Notfallambulanz eines Krankenhauses in Toronto (Canada) entwickelt. Junge Menschen sollten am Ort des Geschehens einen Tag erfahren, was mit schwerverletzten Menschen geschieht und was es bedeutet, plötzlich aus dem Leben gerissen zu werden. Das Programm etablierte sich und ging innerhalb der letzten 25 Jahre um die Welt. Derzeit gibt es über 100 Programme in fünf Ländern - das P.A.R.T.Y-Programm zählt somit zu den erfolgreichsten und spannendsten Präventions-Programmen weltweit. 

Im Einzelnen verbirgt sich hinter der Abkürzung P.A.R.T.Y.:

Prävention

Die Verringerung oder Verhinderung von Alkohol- und Risikobedingten Traumen bei Jugendlichen durch Vorsorge: das P.A.R.T.Y.- Programm zählt seit über 25 Jahren zu den erfolgreichsten Präventions-Programmen weltweit.

Alkohol

Ob durch „Klassiker“ wie Alkohol oder Drogen, durch Selbstüberschätzung oder bewusste Nachlässigkeit: bei P.A.R.T.Y. geht es nicht um die Folgen von unverschuldeten Unfälle, sondern um vermeidbare Ereignisse.

Risiko

„Sich des Risikos bewusst sein“. Die eigene Gefährdung richtig einschätzen und keine Risiken für andere eingehen: Es geht darum, Jugendliche aufmerksam machen, damit sie verstehen, welche Konsequenzen für sie selbst, für ihre Familie und Freunde entstehen.

Trauma

Als Trauma bezeichnet in der Medizin eine Schädigung, Verletzung oder Wunde, die durch Gewalt von außen entsteht. Die Lehre der Verletzungsarten und ihrer Behandlung wird als Traumatologie oder auch Unfallchirurgie bezeichnet.

Youth

Das P.A.R.T.Y.-Programm hilft jungen Menschen gefährliche Situationen zu erkennen und in diesen clevere und sachkundige Entscheidungen zu treffen. Das Bewusstsein der Jugendlichen wird gestärkt werden, sie übernehmen mehr Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen und erkennen die Konsequenzen ihres eigenen Handelns. 

Ansprechpartner Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

  • Dr. K. Goerendt
  • Dr. D. Kaiser

Weitere Informationen

Nationale Koordinierungsstelle P.A.R.T.Y. bei der AUC – Akademie der Unfallchirurgie: www.party-dgu.de