Tumorzytogenetische Diagnostik
Bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems weisen oft chromosomale Veränderungen auf. Zudem korreliert der klinische Verlauf häufig mit den gefundenen beziehungsweise ausgeschlossenen zytogenetischen Aberrationen. Diese sind somit ein wichtiger diagnostischer Parameter für die Prognose und Therapieplanung sowie zur Verlaufskontrolle.
Da pathologische Zellen mit ihren erworbenen zytogenetischen Veränderungen nur einen unter Umständen geringen Teil im Untersuchungsgut ausmachen, müssen viele Mitosen analysiert werden, um die (wenigen) pathologischen Mitosen zu finden. Dazu müssen die pathologischen Zellen in ausreichender Menge in Kultur proliferieren. Die Zellkulturen werden in unterschiedlichen Zellkultursystemen und gegebenenfalls nach vorangehender spezifischer Zellseparation durchgeführt. Das Untersuchungsmaterial sollte möglichst immer am Punktionstag in Kultur gelangen, um die pathologischen Zellen bestmöglich erfassen zu können.
Der gezielte Nachweis beziehungsweise Ausschluss bestimmter Chromosomenveränderungen über die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung kann wichtige zusätzliche Informationen liefern. Hierzu benötigen wir möglichst genaue Angaben von den Einsendern.






